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Hany Urs · Nationalrat · 2010-12-09

Hany Urs · Nationalrat · Zürich · Fraktion CVP/EVP/glp · 2010-12-09

Wortprotokoll

Wie die Kommissionssprecherin und der Kommissionssprecher bereits ausgeführt haben, beantragt der Bundesrat mit dieser Botschaft einen Gesamtkredit von 213 Millionen Franken zur Erhöhung des Verpflichtungskredits "Zivile Bauten" beim BBL im EFD. Der Gesamtkredit setzt sich wie folgt zusammen - das wurde auch bereits erläutert -: erstens aus dem Umbau von Kanzlei und Residenz in Moskau, zweitens aus der Beherbergungsanlage Centro Sportivo in Tenero und drittens aus dem Rahmenkredit von 150 Millionen Franken für die Abtretung von Verpflichtungskrediten für das Immobilienportefeuille des BBL. Ich äussere mich kurz zu den ersten beiden Punkten, zum Rahmenkredit nicht mehr; den Ausführungen der Kommissionssprecher habe ich nichts mehr beizufügen.

Zur Residenz in Moskau: Auf Begehren der Kommission für öffentliche Bauten wurde die Entscheidung über den Verpflichtungskredit für den Neu- und den Umbau der Kanzlei und Residenz in Moskau letztes Jahr um ein Jahr verschoben. Der Grund dafür war, dass wir in der Kommission für öffentliche Bauten eine genauere Kostensicherheit auf der Basis des aktuellen Moskauer Baumarktes verlangten. Inzwischen haben lokale Partner des Generalunternehmers diese Kosten ermittelt. Das Botschaftsareal in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums wird mit einem Neubau ergänzt, bestehende Bauten und Anlagen werden umgebaut. Ziel des Um- und des Neubaus ist es, die ganze Verwaltung, die Visa-Abteilung sowie die Residenz auf dem bisherigen Areal zusammenzuführen. Die Schweizer sowie die russischen Normen wurden, wenn immer möglich, eingehalten. Das Erreichen des Minergie-Eco-Standards für das gesamte Gebäude ist nicht möglich, da auf die Wärmeerzeugung mit Erdwärme - Erdsonden sind wegen der U-Bahn nicht erlaubt - und auf die Warmwassererzeugung verzichtet werden muss, dies infolge starker Luftverschmutzung in Moskau sowie einer kurzen Sonnenscheindauer. Die vorgelegte Projektdokumentation mit dem Kostenvoranschlag über 39 300 000 Franken ist detailliert und nachvollziehbar; dies zur Residenz in Moskau.

Nun kurz zum Centro Sportivo in Tenero: Das Centro Sportivo in Tenero ist neben Magglingen der zweite Hauptstandort des Bundesamtes für Sport. Im Gegensatz zu Magglingen sind es in Tenero vor allem Jugendliche, die im Rahmen von Sportlagern trainieren und dort auch neue Sportarten kennenlernen können. Während der Periode von April bis Oktober werden mit 528 Plätzen in fest montierten Zelten auf fixen Plattformen rund 50 Prozent des Unterkunftangebotes abgedeckt. Die Verpflegungs- und Sanitärbereiche sowie die Infrastruktur- und Logistikanlagen des Zeltplatzes entsprechen nicht mehr den heutigen hygienischen, betrieblichen und sozialen Anforderungen. Eine Optimierung und Erweiterung der Beherbergungsanlage ist unumgänglich und kostet 23,7 Millionen Franken.

Die CVP/EVP/glp-Fraktion bittet Sie, dem neuen Gesamtkredit "Zivile Bauten" von 213 Millionen zuzustimmen.