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AB 145910

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2011-09-19

Wortprotokoll

Die Nanotechnologie, das ist unbestritten, gehört zu den chancenreichsten jungen Technologien. Im Jahr 2008 hat der Bundesrat den Aktionsplan "Synthetische Nanomaterialien" verabschiedet. Darin spricht er sich für eine nachhaltige Entwicklung der Nanotechnologie aus. Er sucht einen differenzierten öffentlichen Dialog über Chancen und Risiken der Nanotechnologie. Im Bericht "Mangel an Mint-Fachkräften in der Schweiz", den der Bundesrat im Herbst 2010 verabschiedet hat, wird aufgezeigt, wie das Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Berufen auf allen Bildungsstufen zusätzlich gefördert werden kann. Sodann sind wir bei der BFI-Botschaft 2013-2016: Dort müssen geeignete Umsetzungsmassnahmen aufgezeigt werden.

Zum Stichwort Kompetenzverteilung: Ja, es ist so, dass die Bedürfnisse der Arbeitswelt in erster Linie durch die Organisationen der Arbeitswelt formuliert werden müssen. Ich gebe gerne zu, Herr Bischofberger - ich komme aus diesem Gebiet, auch aus dem Gebiet der Nanotechnologie -, es ist für die Organisationen der Arbeitswelt im jetzigen Stadium der Kenntnisse über die Nanotechnologie ausserordentlich schwierig, die Ausbildungsanforderungen alleine zu formulieren. Was der Bundesrat in seiner Antwort sagt, ist: so marktnah wie möglich. Deshalb sind hier die Organisationen der Arbeitswelt in erster Priorität genannt.

Noch zum Stichwort "Swiss Nano-Cube": Es ging um eine Anschubfinanzierung über die letzten fünf Jahre. Die Internetplattform ist aufgebaut, die Weiterbildungsveranstaltungen sind durchgeführt, die Basismodule für die Ausbildung auf Sekundarstufe II sind entwickelt. Jetzt ist es tatsächlich so, dass die Organisationen der Arbeitswelt übernehmen und das Projekt "Swiss Nano-Cube" weitertragen müssen. Ich habe aber gehört, dass Sie die Frage gestellt haben, ob man diese Anschubfinanzierung nicht prinzipiell durch eine längerfristige oder langfristige Finanzierung ablösen sollte. Ich nehme diese Frage einfach mal mit.

Wenn sich der Bundesrat in seiner Antwort nicht ausdrücklich zur Aus- und Weiterbildung geäussert hat, dann sei dies mit einer ganz kurzen Antwort auf Ihre Aussage nachgeholt. Die Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich ist natürlich von zentraler Bedeutung, wenn man die Nanotechnologie für die unterschiedlichsten Anwendungen überhaupt dienstbar machen will.