Trede Aline · Nationalrat · 2014-03-12
Trede Aline · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion · 2014-03-12
Wortprotokoll
Ich möchte kurz zur Minderheit Fluri und zum Referat von Herrn Fluri sagen: Fans reisen bereits heute in Fanzügen, das ist der Alltag. Im Zusammenhang mit der Umsetzung war die Frage eben gerade nicht, was im Gesetz steht, sondern wer wo steht. Steht auf jedem Perron ein Polizist oder ein SBB-Mitarbeiter? Wer kontrolliert den ganzen Bahnhof? Wie sieht diese Umsetzung genau aus? Diese Fragen wurden nie beantwortet. Diese Einschränkung der Transportpflicht kann ausgeweitet werden, auch wenn der Bundesrat nicht eine "Trotteltruppe" ist, wie das Frau Leuthard gesagt hat. Vielleicht sind wir selber es einmal. Wir würden ja jetzt gerade diese Transportpflicht ändern, wenn wir eintreten würden. Warum sollen wir das nicht auch auf andere Gruppen ausweiten?
Zum Seitenhieb von Herrn Fluri, wir seien Theoretiker und die Transportunternehmer seien die Pragmatiker oder die Umsetzenden: Ich komme zumindest aus einem Kanton, der zwei Klubs in der höchsten Liga hat. Mein Klub hier aus der Stadt hat eine sehr gute Lösung gefunden. Ich glaube, der FC Solothurn spielt in der 1. Liga Classic; ich weiss nicht, ob er überhaupt Fans hat, und wenn, dann sicher keine Hooligans. Die Theoretiker sind sicher nicht wir.
Zu Frau Graf-Litscher möchte ich noch sagen, dass in den Fanzügen keine Familien mitreisen. Und Frau Bundesrätin Leuthard hat gesagt, dass wir mit dem Nichteintreten gar nichts ändern. Ich sage: Wenn wir auf dieses Gesetz eintreten, ändern wir noch weniger.