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Fetz Anita · Ständerat · 2012-12-04

Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2012-12-04

Wortprotokoll

Ich bin von der Antwort nicht nur teilweise befriedigt, sondern sogar angetan und möchte einfach noch zwei, drei Bemerkungen dazu machen.

Ich danke dem Bundesrat auch für die sehr interessante Auslegeordnung. Es ist doch immerhin so, dass der Frauenanteil in jenen Verwaltungs- und Institutsräten, bei denen der Bundesrat Wahlkörper ist, 25 Prozent beträgt. Das ist mehr als doppelt so viel wie in den hundert grössten Firmen der Schweiz. Dort sind es nur 12 Prozent. Was mir auch wichtig scheint: Es ist das Ergebnis einer zehnjährigen Strategie, die der Bundesrat mit den Chancengleichheitsweisungen, mit dem Corporate-Governance-Bericht und auch mit seinem Ergänzungsbericht von 2009 vorangetrieben hat. Es geht dabei natürlich nicht nur um die Geschlechterverteilung, sondern auch um die sprachregionale Vertretung.

Man kann das Ergebnis einerseits positiv sehen, andererseits negativ, weil es halt erst 25 Prozent sind. Aber das ist wie beim Glas, das halb voll und halb leer ist. Unser Präsident etwa könnte sprachgewandt bedauern, dass es Regeln für eine angemessene sprachregionale Vertretung braucht. Gleichzeitig wird er sich als Tessiner aber auch freuen, dass es solche Regeln überhaupt gibt. Genau das mache ich in Bezug auf die Vertretung der Frauen. Denn die Zahlen, die der Bundesrat vorlegt, zeigen deutlich die Wirkung solcher Regeln. Auch wenn die Anteile noch unausgeglichen sind, zeigt es doch: Wenn man etwas tut, wenn man eine Strategie hat, dann kann man den Anteil erhöhen. Genau das ist das Problem in der Privatwirtschaft, dort wird das nicht gemacht.

Auch wenn der Anteil beim Bund erfreulich ist, ist er doch immer noch weniger gut als gewünscht. Ich möchte hier einfach den Bundesrat unterstützen und ihm signalisieren, dass diese Strategie stimmt, dass wir uns aber mehr wünschen. Er hat ja auch gesagt - es hat mich gefreut, dass er diese Aussage unumwunden gemacht hat -, dass es hier immer noch Handlungsbedarf gibt. Da wünsche ich mir, dass er hartnäckig bleibt. [PAGE 1046]