AB 155460
Bulliard-Marbach Christine · Nationalrat · Freiburg · Fraktion CVP-EVP · 2014-03-18
Wortprotokoll
Si nous pouvons nous pencher aujourd'hui sur un projet de révision totale de la loi sur les contributions à la formation, c'est grâce aux étudiants. Leur initiative est, dans ce sens, à saluer. Sa formulation est certes trop extrême, son ambition est certes trop grande et son projet est certes en contradiction avec notre système fédéraliste. Pour tous ces motifs, elle doit être, malgré tout, rejetée.
Mais au moins l'initiative a-t-elle conduit les cantons et la Confédération à agir enfin. Agir pour harmoniser un système de bourses d'études que nous n'avions pas révisé depuis trop longtemps. Agir, pour enfin permettre que dans notre démocratie toutes et tous aient un accès égal aux études. [PAGE 394]
Der gleichberechtigte Zugang zum Studium ist heute bei unserer Abstimmung in Reichweite. Einerseits gibt es das interkantonale Stipendienkonkordat, bis heute von vierzehn Kantonen unterzeichnet, zwei weitere befinden sich in der Ratifizierungsphase. Andererseits stärkt und unterstützt der indirekte Gegenvorschlag der WBK die Harmonisierungsbestrebungen perfekt. Er ist das Ergebnis eines grossen politischen Kompromisses.
Ich bitte Sie, der Vorlage zuzustimmen und den Änderungsvorschlägen der Mehrheit zu folgen.
Welches sind denn die wichtigsten Änderungen? Sie finden sich vor allem in den Artikeln 4 und 5 und ermöglichen eine formelle sowie eine materielle Harmonisierung des Stipendienwesens. In Artikel 4 ordnen wir die Subventionen des Bundes der Einhaltung des interkantonalen Konkordats unter. Mit Artikel 5 wollen wir die Kantone in Abhängigkeit ihres Aufwandes für Ausbildungsbeiträge unterstützen, anstatt wie bisher nach ihrer Bevölkerung. Es ist klar, dass dieser Punkt von Kantonen wie Bern und Zürich nicht gutgeheissen wird. Für mich ist er aber entscheidend, wenn wir zu einer wirksamen Verteilung der Ressourcen kommen wollen. Schluss mit dem Giesskannenprinzip! Wir wollen eine zielgerichtete Unterstützung.
Die dritte entscheidende Veränderung der heutigen Praxis liegt in der Motion der WBK. In dieser Motion wird verlangt, dass die Bundessubventionen massgeblich aufgestockt werden, ohne dass dabei konkrete Zahlen genannt würden. Ich werde diese Motion unterstützen, und zwar umso mehr, als die Beiträge des Bundes an das Stipendienwesen heute mit jährlich 25 Millionen Franken, bei einer Gesamtsumme von über 300 Millionen Franken, schlicht und einfach nicht ernst zu nehmen sind.
J'aimerais encore attirer votre attention sur une proposition de minorité à l'article 2, qui propose d'ajouter le perfectionnement à la formation dans les définitions des bourses. Plusieurs de mes collègues estiment que le perfectionnement n'a rien à faire dans la loi sur les bourses d'études. Ce terme se retrouve pourtant dans le concordat sur les bourses d'études qui stipule que les cantons peuvent verser des allocations de formation pour une formation continue. Je vais donc suivre cette minorité sans crainte.
Pour terminer, le plus important est d'adopter une loi fédérale qui soutienne vraiment les cantons dans leurs efforts d'harmonisation et réponde aux demandes légitimes de plusieurs générations d'étudiants.