Quadranti Rosmarie · Nationalrat · 2014-03-10
Quadranti Rosmarie · Nationalrat · Zürich · Fraktion BD · 2014-03-10
Wortprotokoll
Die BDP begrüsst das neue Bundesgesetz über die Vermittlung schweizerischer Bildung im Ausland. Die Schweizerschulen sollen stärker als bisher Teil der schweizerischen Präsenz im Ausland werden. Nebst der eigentlichen Ausbildungsaufgabe soll eben auch die aussenpolitische, aussenwirtschaftliche und kulturpolitische Rolle gestärkt werden. Sehr begrüssenswert ist der Einbezug der dualen Berufsbildung. Ein Ausbau der Schulen in diese Richtung kann sich positiv auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Land auswirken. Die Schweizerschulen haben einen ausgezeichneten Ruf, und ich konnte mir anlässlich einer jährlich stattfindenden Konferenz der Schweizerschulen auch ein persönliches Bild von der Innovationskraft und der gemeinsamen Identität dieser Schulen machen.
Die Schweizerschulen sind eine sehr positive Form der Präsenz im Ausland, auch mit Blick auf die schweizerische Aussenpolitik. Sie sind quasi die Schaufenster zum Bildungsplatz Schweiz und tragen dadurch zum guten Image der Schweiz bei. Das ist nach dem 9. Februar dieses Jahres wahrscheinlich noch wichtiger. Die Schulen bilden junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer aus, welche dabei teilweise auch von Lehrpersonen mit Schweizer Lehrerpatent unterrichtet werden. Sie garantieren, dass man ohne grössere Schwierigkeiten in weiterführende Ausbildungen in der Schweiz oder im Gastland übertreten kann, und sie sind wichtig für die Sicherung der Mobilität. Eltern, die im Ausland arbeiten, sollen ihre Kinder dort in eine Schule schicken können, ohne dass es zu Schulproblemen kommt, wenn sie in die Schweiz zurückkehren. Diese Schulen erfüllen eine wichtige Aufgabe für die Schweizer Gemeinschaften im Ausland.
Es wird mit steigenden Schülerzahlen gerechnet, und es sollen vor allem in aufstrebenden Ländern, welche für die schweizerische Aussenpolitik und die schweizerische Wirtschaft bedeutsam sind, Schulen entstehen; dies auch vor dem Hintergrund, dass die Schülerinnen und Schüler die schweizerische Kultur kennenlernen und mindestens eine unserer Landessprachen erlernen. Nicht wenige wichtige Entscheidungsträger in ausländischen Staaten sind Absolventen von Schweizerschulen.
Die BDP-Fraktion begrüsst die Vorlage also und wird darauf eintreten. Ich werde mich dann noch separat zu den Minderheitsanträgen äussern. Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten.