Geissbühler Andrea Martina · Nationalrat · 2013-09-17
Geissbühler Andrea Martina · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2013-09-17
Wortprotokoll
Heute stellt das sogenannte Littering ein immer ernsteres Problem dar, das Feld und Wald, die Ränder entlang der Strassen, Picknickplätze, Aussichtspunkte, öffentliche Plätze und die Innenstädte zunehmend in Mitleidenschaft zieht. Littering ist ein gesellschaftliches Problem, Ausdruck der zunehmenden Rücksichtslosigkeit der Umwelt gegenüber und geht oft einher mit Vandalismus und Gewalt. Die Ursachen sind im zunehmenden Wertezerfall zu suchen und in der Tatsache, dass wir in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft leben, wo die einzelnen Individuen verlernt haben, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen, und dementsprechend die negativen Auswirkungen des ungehinderten Konsums der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Dieser Entwicklung gilt es Einhalt zu gebieten.
Die Medien berichten immer öfter über private Bekämpfung von Littering und öffentliche Aktionen gegen dieses Problem. Leider beschränken sich diese vorwiegend auf Abfallbeseitigung, also auf Symptombekämpfung, und verursachen hohe Kosten, die die Allgemeinheit zu tragen hat. So zeigt die vom Bafu veröffentlichte Studie, dass in der Schweiz gesamthaft jährlich rund 200 Millionen Schweizerfranken Reinigungskosten wegen Littering anfallen.
Mit meiner Motion fordere ich, dass das Bafu neben dem bereits bestehenden runden Tisch eine Task-Force bildet, die innerhalb eines Jahres in den Bereichen Prävention, Sensibilisierung, Symptombekämpfung und Repression eine bundesweite Kampagne zur Vermeidung von Littering entwickelt. Dabei ist der Schwerpunkt auf die Bereiche Prävention und Sensibilisierung zu legen.
Ich bitte Sie, meine Motion anzunehmen.