Merlini Giovanni · Nationalrat · 2014-11-27
Merlini Giovanni · Nationalrat · Tessin · FDP-Liberale Fraktion · 2014-11-27
Wortprotokoll
La minoranza, sostenuta dal mio gruppo, vi chiede di mantenere l'eccezione a favore dei membri dell'Assemblea federale all'articolo 2a capoverso 1 lettera b della legge federale relativa alla lotta contro il riciclaggio di denaro e il finanziamento del terrorismo nel settore finanziario. La ratio di questa disposizione è duplice: si tratta di tenere conto da una parte delle raccomandazioni del GAFI e dall'altra dello scopo specifico della norma antiriciclaggio. Il criterio per la definizione di una persona politicamente esposta è la sua funzione pubblica preminente. Alla luce dello scopo della norma, la valenza preminente di una funzione pubblica è data non soltanto dal ruolo dirigenziale di chi la riveste, ma anche dalla sua capacità concreta di disporre di fondi pubblici con particolare riferimento ai flussi di denaro.
Les conseillers fédéraux, les hauts fonctionnaires, les représentants de l'armée, etc. ont effectivement un contrôle direct et immédiat ainsi qu'une capacité de disposer des fonds publics. En revanche, les membres de l'Assemblée fédérale, en tant que représentant du législatif, n'ont pas une fonction dirigeante et exécutive, et ils n'ont pas un contrôle direct ni un pouvoir de disposition immédiat sur des fonds publics. C'est la différence qui justifie une exception en faveur des membres de l'Assemblée fédérale.
Eine politisch exponierte Person (PEP) ist gemäss den Gafi-Empfehlungen eine öffentliche prominente Person, die eine leitende öffentliche Funktion auf nationaler Ebene einnimmt und Inhaber von direkter Verfügungsmacht über öffentliche Gelder ist. Gerade diese Umschreibung ist jedoch bei den [PAGE 1984] Mitgliedern der Bundesversammlung nicht erfüllt. Wir können doch nicht die öffentliche Funktion eines Parlamentariers oder einer Parlamentarierin auf Bundesebene mit der leitenden Rolle und der Verfügungsmacht über öffentliche Gelder vergleichen, die einem Mitglied des Bundesrates, einem hohen Beamten der Bundesverwaltung oder einem Armeechef zustehen. Hinzu kommt, dass wir als Milizparlamentarier mehrheitlich noch eine andere, oft überwiegende Berufstätigkeit ausüben, welche mit dem PEP-Status gar nichts zu tun hat.
Es wäre also stossend, in unserer vom Milizsystem geprägten politischen Kultur eine Parlamentarierin oder einen Parlamentarier wie einen Potentaten oder einen Regierungschef eines Staates mit zweifelhaftem Ruf zu behandeln. Es drängt sich also bei Artikel 2a Absatz 1 Buchstabe b des Geldwäschereigesetzes das Festhalten an unserem Beschluss auf; das nicht im Sinne einer Selbstbevorzugung, sondern im Sinne einer durch den begrifflichen Unterschied gerechtfertigten Ausnahme.
Ich bitte Sie aus diesen Gründen auch im Namen der FDP-Liberalen Fraktion, meinem Minderheitsantrag zuzustimmen.