Föhn Peter · Ständerat · 2014-03-11
Föhn Peter · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2014-03-11
Wortprotokoll
Sie haben es gleich gehört, Fragen über Fragen, welche kaum oder zumindest hier drin nicht beantwortet werden können. Entgegen meiner Vorrednerin komme ich zu klaren Entscheiden. Da ein bisschen lockern, dort ein bisschen nachgeben, um der umtriebigen Forschung und der sogenannt modernen Welt zu folgen, mit dem klaren Wissen, dass dies scheibchenweise geschieht und somit eher mehrheitsfähig werden könnte: In einem nächsten Schritt, das heisst in ein paar wenigen Jahren, wird diese Lockerung munter weitergehen. Mir gehen der Bundesrat und die Kommission heute schon zu weit. Leider wird die Zeugung, die Reproduktion, immer mehr von der menschlichen Leiblichkeit abgekoppelt und entfernt. Ist dies zum Wohle des einzelnen Menschen? Nein! Die Frage ist einzig, wie weit wir gehen und wie viel wir das die Krankenkassen kosten lassen wollen.
Heute könnten wir hier Einhalt gebieten. Was damals mit der neuen Bundesverfassung versprochen und wie damals die darauffolgende Gesetzgebung umgesetzt wurde, ist meiner Meinung nach vollständig genügend. Wenn wir mehr machen, machen wir es wohl einzig und allein zum Nutzen der Forschung oder zum Teil vielleicht der Medizin. Jedenfalls sollte die Bundesverfassung nicht geändert werden. Es wird für Sie auch schwierig werden, dies Volk und Ständen zu erklären. Ich helfe Ihnen dabei jedenfalls nicht. Auf der einen Seite wird alles Mögliche und Unmögliche versucht und unternommen, um schwanger zu werden und gesunde Kinder zu bekommen, und auf der anderen Seite gibt es die vielen Schwangerschaftsabbrüche.
Hier sollten wir andere Brücken schlagen, z. B. über die Adoption und andere politische Möglichkeiten und Vereinfachungen. Lassen wir ganz einfach wieder vermehrt die Natur walten! Letztendlich ist es eine ethische Frage. Es geht mir dabei insbesondere auch um die behinderten Menschen. Gerade auch diese Menschen sollen in unserer Welt Platz haben, gerade diese Menschen bereichern vielfach.
In diesem Sinn und Geist werde ich der Minderheit Häberli-Koller folgen, d. h. auf die Vorlage nicht eintreten. Ich bitte Sie, nachher zumindest die restriktivere Linie zu fahren.