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Kofmel Peter · Nationalrat · 2001-11-26

Kofmel Peter · Nationalrat · Solothurn · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2001-11-26

Wortprotokoll

Ich möchte wiederholen, was ich im Eintretensreferat bereits gesagt habe: Wer die Filmqualität beim Filmschaffen fördern will und dies dann beim Angebot nicht tun will, soll es doch gleich bleiben lassen! Denn dann verschwenden Sie Geld an Filme, die geschaffen, aber nie gezeigt werden. Wir brauchen beim Filmemachen beides, einfach deshalb, weil das Filmschaffen und das Filmezeigen völlig unterschiedliche Dinge sind. Ich bin sehr erstaunt, wie gut der Herr Professor und Privatdozent, der doch in einem sehr geschützten "Markt" arbeiten darf, den Filmmarkt kennt.

Wie liberal das Gesetz ausgestaltet ist, sehen Sie eigentlich in Artikel 17 Absatz 3 gemäss Beschluss des Ständerates: Bevor eine Branchenvereinbarung abgeschlossen wird, darf der Bundesrat bzw. das Departement Stellung nehmen - wir kehren also sozusagen unsere gewohnten Spiesse um. Im Übrigen wird die Vielfalt auch nicht an einem Kino gemessen, sondern an einer Kinoregion. Die Ängste von Herrn Mörgeli sind völlig an den Haaren herbeigezogen.

Der liberale Geist geht dann eigentlich auch so weiter, indem allfällige Beanstandungen nämlich nicht sofort irgendwelche Sanktionen nach sich ziehen, sondern umgekehrt die Branche sich dann wieder dazu äussern kann. Die Branche kann selber Verbesserungen durchführen, und erst als Ultima Ratio würde der Bund einschreiten. Nach meinem Kenntnisstand - ich habe mich auch mit Filmverleihern und Kinobesitzern besprochen - ist das etwas, wozu die Branche sich auch bekennt und ganz der Meinung ist, das wäre dem gesamten Filmschaffen in der Schweiz förderlich.

Ohne dieses Kapitel brauchen wir dieses Gesetz jedenfalls nicht mehr.

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