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preparatory:AB 16566

Kofmel Peter · Nationalrat · Solothurn · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2001-11-28

Wortprotokoll

Ich muss noch einmal darauf verweisen, was wir hier machen. Wir schaffen ein Rahmengesetz für sämtliche Berufe in diesem Land. Wir sind nicht mehr nur im Bereich der gewerblichen Berufe, der klassischen dualen Meisterlehre. Wenn wir dort wären, dann würde ich Herrn Triponez sofort zustimmen. Ich bin ganz seiner Meinung: Es braucht Praxis, und es soll niemand quer einsteigen können, sozusagen im Schlafwagen, ohne Praxis.

Aber wir haben auch die neuen Berufe - es sind nicht neue Berufe an und für sich, aber in diesem Gesetz neue Berufe - zu regeln. Insbesondere z. B. im Gesundheitsbereich hätte der Antrag Triponez verheerende Folgen. Auch in gewissen Bereichen in der Westschweiz könnte man sich mit diesem Vorschlag kaum mehr bewegen. Es wäre ein Rückfall in die Zeit vor dem heute geltenden Gesetz. Das möchten wir auf gar keinen Fall. Der Schlüssel und die Brücke für Herrn Triponez liegt darin, dass wir ja in Verordnungen regeln, wie die Leute zu welchen Berufsabschlüssen kommen. Da wird es möglich sein, die Eintrittsqualifikationen von Fall zu Fall festzulegen. Im einen Berufsbild braucht es vielleicht Praxis, in einem anderen braucht es sie vielleicht nicht.

In meinem persönlichen Fall - ich arbeite in einer Treuhandgesellschaft - wäre diese Erfordernis ziemlich verheerend. Wir haben sehr viele Hochschulabgänger, die dann noch in diese praktische höhere Berufsbildung einsteigen und entsprechende Diplome machen. Das wäre ganz offensichtlich auch nicht mehr möglich.

Ich bitte Sie, unbedingt der Kommissionsmehrheit zu folgen, und zwar sowohl in Artikel 30 wie auch in Artikel 33.