Graf Maya · Nationalrat · 2013-09-24
Graf Maya · Nationalrat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2013-09-24
Wortprotokoll
Schweizerisches Strafgesetzbuch und Militärstrafgesetz (Änderungen des Sanktionenrechts)
Code pénal et Code pénal militaire (Réforme du droit des sanctions)
[VS]
Detailberatung - Discussion par article
[VS]
Titel und Ingress, Ziff. I Einleitung
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
[VS]
Titre et préambule, ch. I introduction
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
[VS]
Angenommen - Adopté
[VS]
Ziff. 1 Art. 10 Abs. 3
Antrag der Minderheit I
(Stamm, Brand, Egloff, Nidegger, Reimann Lukas, Rickli Natalie, Schwander)
Vergehen sind Taten, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren als Höchststrafe bedroht sind.
[VS]
Ch. 1 art. 10 al. 3
Proposition de la minorité I
(Stamm, Brand, Egloff, Nidegger, Reimann Lukas, Rickli Natalie, Schwander)
Sont des délits les infractions passibles au maximum d'une peine privative de liberté n'excédant pas trois ans.
[VS]
Präsidentin (Graf Maya, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit I (Stamm) erstreckt sich auf zahlreiche Bestimmungen. Es handelt sich also um ein Konzept, das Herr Stamm hier vorschlägt, mit dem Ziel, das Bussensystem wieder einzuführen, welches bis zum 31. Dezember 2006 in Kraft war. Dem steht das Konzept der Mehrheit der Kommission gegenüber, welche das geltende Sanktionensystem revidieren möchte. Zu diesem Konzept liegen verschiedene Minderheitsanträge vor. Wir bereinigen zuerst das Konzept der Mehrheit und stellen dieses schliesslich am Ende der Detailberatung dem Antrag der Minderheit I gegenüber.
[VS]
Ziff. 1 Art. 19 Abs. 2
Antrag der Minderheit
(Schwander, Estermann, Reimann Lukas)
War der Täter zur Zeit der Tat nur teilweise fähig, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gemäss dieser Einsicht zu handeln, so trägt das Gericht diesem Umstand im Rahmen des Verschuldens nach Artikel 47 Rechnung.
[VS]
Ch. 1 art. 19 al. 2
Proposition de la minorité
(Schwander, Estermann, Reimann Lukas)
Si, au moment d'agir, l'auteur ne possédait que partiellement la faculté d'apprécier le caractère illicite de son acte ou de se déterminer d'après cette appréciation, le juge en tient compte lorsqu'il détermine la culpabilité au sens de l'article 47.