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Zäch Guido · Nationalrat · 2001-12-03

Zäch Guido · Nationalrat · Aargau · Christlichdemokratische Fraktion · 2001-12-03

Wortprotokoll

Es geht hier um die Aufwertung der Krankenpflege. Sie ist ein mitentscheidender Zweig der medizinischen Versorgung und eine tragende Stütze jeder Institution im Gesundheitswesen. Im Gesetz soll verankert werden, was in der Realität längst gelebt wird - mehr will die Motion Joder nämlich nicht. Mit den geforderten Anpassungen des Krankenversicherungsgesetzes ist eine öffentliche Anerkennung verbunden. Pflege ist qualifizierte und eigenständige Tätigkeit zum Wohle der Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen. Mit den vorgesehenen neuen Bestimmungen ist aber auch eine grosse Verpflichtung für die Krankenpflege verbunden: Eigenverantwortung wahrnehmen, sich ganzheitlich einsetzen. Wer Pflegende als umfassend einbezogene und verantwortlich Mitwirkende anerkennt, kann von ihnen auch einen besonderen Einsatz erwarten.

Schliesslich wird durch die Motion Joder endlich die Pflegeforschung ausdrücklich gefördert. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, wie durch Erfahrungsaustausch und regelmässige Fortbildung ungeahnte Rationalisierungspotenziale ausgeschöpft und Fehlerquellen vermindert werden. Dieses Wissensmanagement muss auch in der Pflege intensiviert werden. Forschung kann die gemachten Erkenntnisse vertiefen und strukturieren. Damit schafft man Freiräume für den eigentlichen Beruf der Pflegenden, nämlich die [PAGE 1649] Begleitung der Patientinnen und Patienten in ihrem schwierigen Schicksal.

Stimmen Sie der Motion Joder zu! Sie bringt zwar keine Revolution im Gesundheitswesen, aber auch keine Kostenausweitung, sondern den dringend notwendigen und längstens verdienten Motivationsschub für alle in der Krankenpflege tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürger.