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Leuthard Doris · Bundesrat · 2014-09-25

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2014-09-25

Wortprotokoll

Ja, das Anliegen von Herrn Ständerat Janiak ist sicher berechtigt. Wir haben heute die analoge Fernsehverbreitung vorgeschrieben, und die Ablösung durch die digitale Welt wird etwa in einem Jahr abgeschlossen sein. Wenn Sie heute Fernsehen konsumieren, so haben Sie hundert und noch mehr Programme, die Ihnen digital ins Haus geschneit kommen. Zappen ist dann relativ schwierig: Wer wie Frau Egerszegi daran gewöhnt ist, kann dann eine Favoritenliste erstellen; alte Fernsehmodelle erlauben das aber nicht. Es ist also schon ein bisschen kompliziert. Insofern ist heute die riesige Auswahl für viele ein Problem, und gewisse Netzbetreiber nützen das natürlich auch aus.

Es gibt aber schon wieder eine neue Entwicklung: Wenn Sie nämlich über Smartphones und Tablets kommunizieren, merken die Anbieter sehr schnell: Ah, Frau Keller-Sutter schaut am liebsten den Krimi am Dienstagabend und Herr Niederberger den Fussballmatch usw. Dann werden Sie schon entsprechend eingereiht, und die Sender werden Ihnen so sortiert. Die Zukunft wird dann sein, dass Sie auch noch mit den entsprechenden Werbesendungen eingedeckt werden. Hier ist vieles im Fluss, und die Frage ist: Wie viel soll man regulieren? Welche Entwicklungen sind staatlich und welche privatrechtlich zu regeln?

Das Thema ist also sicher brandaktuell, und wenn Sie das in der Kommission einmal à fond diskutieren, haben wir sicher nichts dagegen.