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Stahl Jürg · Nationalrat · 2000-03-08

Stahl Jürg · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2000-03-08

Wortprotokoll

Im Namen der SVP-Fraktion lege ich Ihnen den Antrag der Minderheit I nahe.

Es gibt für uns die grundsätzliche Überlegung, dass ein zementiertes Werbeverbot in dieser Form zu bekämpfen ist. Obwohl Medikamente für uns ein spezielles Gut sind und der Missbrauch ernst genommen werden muss, ist es trotzdem von grosser Wichtigkeit, dass die Patientinnen und Patienten eine grösstmögliche Information erhalten. Die Informationsgesellschaft ist eine Tatsache, der wir alle in die Augen schauen müssen. Gerade im Bereich der medikamentösen Therapien - im Bereich des Vertrauens der Patientinnen und Patienten - ist eine gezielte Aufklärung nötig. Diese Aufklärung wird primär durch das Fachpersonal sichergestellt. Es gibt jedoch keinen Grund, dass die pharmazeutische Industrie dieses Personal nicht gezielt unterstützen kann.

Unterstützen Sie den Antrag der Minderheit I, damit die Hersteller von Medikamenten auch im Vergleich mit dem umliegenden Ausland die gleich langen Spiesse haben und damit dies - wie im Antrag der Minderheit I vorgesehen - auf Verordnungsstufe geregelt werden kann.

Ausdrücklich warnen muss ich Sie vor den Anträgen Ménétrey Savary. Sie sind beide abzulehnen.

Im Falle einer Ablehnung des Antrages der Minderheit I unterstützt die SVP-Fraktion die Minderheit II.