Rösti Albert · Nationalrat · 2016-03-09
Rösti Albert · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2016-03-09
Wortprotokoll
Diese Interpretation ist so nicht richtig oder bewusst verdreht, weil die Bauern ihre Zäune behalten werden, ob sie nun Beiträge für Zaunpfähle erhalten oder nicht. Jene, die Tierbeiträge erhalten haben, müssen das einfach jetzt auf dem Formular angeben. Das hatten sie bereits vorher, das ist auch kein ökologischer Fortschritt.
Was die Holzbrunnentröge betrifft: Die Bauern pflegen ihre Höfe seit Jahrzehnten, seit Jahrhunderten. Das macht einfach keinen Sinn. Dann etwas ganz Wichtiges: Die Überwachsung und Überwaldung der Weiden - ich glaube, das sagen auch die Fachspezialisten - nimmt massiv zu. Das bringt keinen ökologischen Mehrwert, im Gegenteil: Eine Mager- oder Blumenwiese beispielsweise, die nicht überwaldet, bringt einen viel höheren ökologischen Wert als die Überwaldung. Und wissen Sie, beim Gewässerschutz übertreibt man einfach, das wissen wir ja; wir haben x-mal darüber diskutiert. Wenn man aber zwischen dem Gewässerraum und den Fruchtfolgeflächen entscheiden kann, muss man sich wirklich fragen. Das ist eine Güterabwägung.