Seiler Hanspeter · Nationalrat · 2002-03-18
Seiler Hanspeter · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2002-03-18
Wortprotokoll
Ich danke Ihnen, Frau Bundesrätin, für die Antwort auf meine Interpellation. Ich darf einfach festhalten: In der Pro Helvetia, die jedes Jahr etwa 32 Millionen Franken Bundesgelder zur Verfügung bekommt, herrschen tatsächlich Missstände. Die Struktur, die Organisation, wurde nun ein wenig angepasst; darüber bin ich froh. Sie haben damit Ihr Versprechen in Ihrer Antwort eingehalten, Sie haben auch gehandelt. Der Stiftungsrat wurde massiv reduziert, meines Wissens von 35 auf 25 Köpfe. Allerdings sind - das muss ich Ihnen jetzt sagen - unter diesen verbliebenen Stiftungsräten praktisch keine neuen Gesichter. Ich vermisse den Mut dazu, eine neue Struktur auch mit neuen Köpfen zu "bestücken". So gesehen, müsste ich sagen, ist die Organisationsänderung noch nicht vollzogen, noch nicht vollkommen. Ich bedaure ausdrücklich, dass Sie, obwohl Sie in Ihrer Antwort auf Frage 3 in Aussicht gestellt hatten, das mindestens zu überprüfen, nicht einen der beiden vorgeschlagenen Vertreter der traditionellen Volkskultur - einer ganz besonders qualifiziert, ein Akademiker mit einem sehr breiten kulturellen Verständnis - in den Stiftungsrat gewählt haben.
Ich zweifle daran, dass sich in dieser Organisation Wesentliches ändern wird. Ich kann Ihnen versprechen, dass die Interessengemeinschaft für die Volkskultur in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, der Dachverband aller grossen volkskulturellen Verbände unseres Landes, ein scharfes Auge darauf haben wird, wie die neue Organisation funktioniert.
Ich danke Ihnen trotzdem für Ihre Antwort und erkläre mich teilweise befriedigt.