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Leuthard Doris · Bundesrat · 2016-06-14

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2016-06-14

Wortprotokoll

Ich danke für die Diskussion. Sie zeigt halt die Problematik. Ich bin mit Herrn Ständerat Minder sehr einverstanden: Wir haben in den letzten Jahren die Tendenz, Tiere zunehmend unter dem Gesichtspunkt zu thematisieren, dass sie Schäden anrichten oder eine Bedrohung darstellen. Das ist auch bei den Diskussionen um den Wolf so, aber auch er bedroht nicht die ganze Schweiz. Er bedroht auch nicht täglich Menschen. Dann wäre die Aktion zweifelsfrei nötig. Hier ist der Ansatz des Bundesrates das, was in der Motion Engler verlangt wird: Wie können wir mit der Natur, mit den Tieren leben und ein vernünftiges Zusammenleben organisieren, auch mit Tieren, die Schäden verursachen, auch mit Tieren, die gefährlich sein können? Am Schluss geht es immer darum, eine vernünftige Regulierung zu finden.

Ich bin auch sehr einverstanden mit den Worten von Herrn Ständerat Luginbühl: Der Abschuss ist immer die Ultima Ratio. Es gibt wesentlich vernünftigere Möglichkeiten. Wir [PAGE 497] hatten eine Überpopulation Kormorane; Sie erinnern sich, die Natur geriet aus dem Gleichgewicht. Es gelang auch dort, mit vernünftigen Massnahmen den Bestand wieder so einzupendeln, dass die Natur sich dann wieder selber regulierte. Deshalb ist dies der Ansatz, sei es mit dem Wolf, dem Luchs, dem Biber, obwohl der Artenschutz unterschiedlich ist. Es gilt, vernünftige Massstäbe zu finden, damit die Natur Natur sein kann, wir sie als solche akzeptieren und Tiere nicht immer mehr als Bedrohung oder Schadenverursacher wahrnehmen.

Insofern erachten wir die durch den Nationalrat abgeänderte Motion als praktikablen Weg, mit den Kantonen eine Lösung zu finden.

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