Eymann Christoph · Nationalrat · 2016-09-15
Eymann Christoph · Nationalrat · Basel-Stadt · FDP-Liberale Fraktion · 2016-09-15
Wortprotokoll
Zuerst meine Interessenbindungen: Ich bin Präsident der Erziehungsdirektorenkonferenz und Mitglied des Universitätsrates der Universität Basel. Sie haben es gehört: In unserer Fraktion sind nicht alle derselben Meinung. Die Priorisierung finanzpolitischer Aspekte einerseits und die Priorisierung bildungspolitischer Aspekte andererseits führen dazu.
Zurückhaltung in der Finanzierung von Bildung und Forschung heute rächt sich morgen. Deshalb ist der Kompromiss des Ständerates zu begrüssen, und ich bitte Sie, der Kommissionsmehrheit zu folgen.
Die Ausgangslage in unserem Land ist so - das kann man bedauern -, dass wir uns wegbewegen von Industrie und Landwirtschaft. Deshalb müssen wir mehr in Wissen, in Bildung investieren können. Wir haben in nächster Zeit mehr Studierende, wir haben eine grössere Ausbildungsleistung im Inland, weil aus dem Ausland nicht mehr so viele ausgebildete Kräfte importiert werden können. Deshalb ist es nötig, auch genügend Finanzen zur Verfügung zu stellen. Wir dürfen in dieser Situation die Mittel für Bildung, Forschung, Innovation nicht verknappen. Die statische Betrachtungsweise und der Rückblick zeigen, dass wir gut aufgestellt sind. In diesem Bereich müssen wir aber mit Vorlaufzeiten von zehn Jahren rechnen, und dann wird es für uns kritisch, weil andere Volkswirtschaften massiv in Bildung und Forschung investieren, auch in weiter entfernten Ländern mit durchschnittlich geringerem Lebensstandard. Wir tun also etwas Gutes, wenn wir hier jetzt mehr Mittel geben. Die Vorlage anerkennt endlich auch die Wichtigkeit der Berufsbildung, der höheren Berufsbildung.
Deshalb bitte ich Sie im Namen eines Teils der FDP-Liberalen Fraktion, der Mehrheit zuzustimmen.