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Heim Bea · Nationalrat · 2016-09-30

Heim Bea · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2016-09-30

Wortprotokoll

Die drei parlamentarischen Initiativen haben das gleiche Ziel: die Früherkennung der schwersten und immer häufiger auftretenden Erkrankungen für alle zu fördern, für alle zugänglich zu machen, so, wie es Ihnen auch die Krebsliga Schweiz empfiehlt. Früherkennung heisst, dass die Behandlung einfacher, die Überlebenschance Betroffener höher wird.

Seit zehn Jahren sind diese drei parlamentarischen Initiativen hängig, und ich muss Ihnen erschütternderweise sagen, dass inzwischen keine grossen Fortschritte erzielt wurden. Deshalb hat man 2014 die Nationale Strategie gegen Krebs formuliert. Diese will eben Programme zur Früherkennung bestimmter Krebsarten entwickeln - noch nicht realisieren. Man sieht schon bei der Projektarbeit, gerade am Beispiel einzelner kantonaler Programme, wie nötig eine nationale Gesetzgebung wäre, um schweizweit die Früherkennung - eine qualitätsgestützte Früherkennung, die allen zugänglich ist - mit klaren Qualitätsstandards umzusetzen. Das ist heute nicht der Fall. Die heutige Situation, der heutige kantonale Flickenteppich mit je nach Kanton unterschiedlicher Qualität und unterschiedlichem Angebot macht medizinisch einfach keinen Sinn, verursacht viel zu viele Fehldiagnosen und ist einfach zu teuer. Zudem verletzt diese Situation den Grundsatz einer guten Gesundheitsversorgung für alle.

Darum beantragen wir Ihnen, die Ergebnisse des Projekts Nationale Strategie gegen Krebs 2014-2017 abzuwarten und dann erst zu entscheiden. Dann werden wir sehen, ob wirklich alles auf gutem Weg ist. Wie mir die Krebsliga erzählt, wird dem leider nicht so sein. Darum bitten wir Sie, die drei parlamentarischen Initiativen jetzt nicht abzuschreiben, sondern die Frist noch einmal zu verlängern, um das Ergebnis der Strategie anzusehen und dann zu entscheiden.