Lexipedia

Hess Lorenz · Nationalrat · 2016-12-14

Hess Lorenz · Nationalrat · Bern · Fraktion BD · 2016-12-14

Wortprotokoll

Das Postulat entstand aus der Diskussion, die sich unter anderem aufgrund mehrerer ähnlicher Vorstösse abgezeichnet hat, bei denen es darum geht, keine Einfuhren von Pelzen von Tieren, die nicht artgerecht oder nicht tierschutzgerecht gehalten werden, mehr zu bewilligen. Die Diskussion ist schon länger im Gang. Es zeigt sich auch, dass die Selbstkontrollen und die Selbstdeklaration der Importeure beziehungsweise auch der Kleiderhersteller so nicht greifen. Das ist die eine Seite. Sie betrifft Tiere oder eben Felle, die importiert werden.

Auf der anderen Seite ist es eine Tatsache, dass wir in der Schweiz, und da spreche ich vom Fuchs und von Fuchsfellen, tatsächlich einen grossen, einen gesunden Bestand haben. Es handelt sich hier um Tiere, die eben nicht in Käfigen oder in sonst nichttiergerechter Haltung gezüchtet werden, sondern um Tiere aus der freien Wildbahn. Gleichzeitig sehen wir, dass tatsächlich ein Bedürfnis besteht, wenn es auch vielleicht eine vorübergehende Modeströmung ist, dass diverse Kleider aus Pelzen gefertigt oder zumindest mit Pelzen verziert werden.

Dahingehend möchte ich den Bundesrat auffordern zu prüfen, ob es nicht möglich ist, die einheimische Pelzindustrie und die Pelzproduktion mit Tieren, die auf natürliche Weise leben und die jagdlich erlegt werden, zu fördern. Er sollte auch Folgendes aufzeigen: Wenn wir auf die Importe verzichten, wäre es dann möglich, dass die Nachfrage der Industrie durch eine einheimisch nachwachsende Ressource befriedigt werden könnte? Solange das Bedürfnis nach diesen Pelzen offenbar besteht, wäre das eine richtige Alternative, und man könnte demnach getrost auf die Importe von Fellen aus nichtartgerechter Haltung verzichten. [GZ]

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, diesem Postulat zuzustimmen.