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Hess Hans · Ständerat · 2002-03-13

Hess Hans · Ständerat · Obwalden · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-03-13

Wortprotokoll

Dazu darf ich ausführen, dass sich die Kommission eingehend mit der Frage der Reserve befasst hat. Dabei hat sie auch andere Modelle geprüft, etwa die Streichung der Reserve und damit die Senkung der Bestände oder die Integrierung der Reserve in die Aktivformationen wie bei der "Armee 61". Die Kommission ist heute überzeugt, dass das vorgeschlagene Konzept eigentlich die beste Lösung darstellt, obwohl auch gewisse Probleme bei der Aufwuchsfähigkeit dieser Reservebataillone bestehen bleiben.

Mit der "Armee 95" ist man zu einer gemischten Lösung gekommen. Heute ist die Reserve einfach in den Korpskontrollen integriert. Das hat Vorteile: Die Leute waren in ihrer Stammeinheit integriert. Das hat aber besonders in administrativer Hinsicht auch grosse Nachteile: Wenn wir in der Infanterie gemischte Bataillone führen, bekommen wir das Problem, dass man diese Leute in eine Reservekompanie verschieben will. Dann hat man im WK wieder nicht die richtigen Formationen und dafür 34 Bataillone in der Reserve. Mit dieser Lösung haben wir 34 Bataillone mehr, die jährlich in den WK gehen und deren Ausrüstung auf neuem Stand sein muss. Das kostet an sich wesentlich mehr. Es gibt riesige Verbände, Bataillone mit 2500 Leuten; die Kommandanten haben kein Interesse, eine grosse Administration mit solchen Leuten zu betreiben. Das ist der Grund, weshalb wir doch bei der Lösung Reserve bleiben, wie sie der Bundesrat vorschlägt.