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Munz Martina · Nationalrat · 2017-05-04

Munz Martina · Nationalrat · Schaffhausen · Sozialdemokratische Fraktion · 2017-05-04

Wortprotokoll

Die Kommission hat mit 11 zu 8 Stimmen gegen die parlamentarische Initiative gestimmt. Eine Minderheit aus bürgerlich-demokratischen, grünliberalen, grünen und sozialdemokratischen Mitgliedern beantragt Ihnen aber, der Initiative zuzustimmen.

Wir haben schon zu Beginn der Sondersession lange über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie debattiert. Es wurde wiederholt davon gesprochen, dass sich die investierten Franken mehrfach lohnen, vor allem eben auch für die öffentliche Hand. Die parlamentarische Initiative der Fraktion der Bürgerlich-Demokratischen Partei will vor allem durch die Förderung der Tagesschulen einen wichtigen Meilenstein in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf legen, denn die Schulzeit ist die längste Zeit, in der die Kinder betreut werden. Dass nun in Form von Tagesschulen eine schulergänzende Betreuung forciert werden soll, versteht sich für alle, die im Schulumfeld arbeiten oder gar Kinder in der Schule haben und Familie und Beruf vereinbaren wollen.

Die schulergänzende Betreuung hat viele Formen. Tagesschulen sind in den Augen der Minderheit eine sinnvolle Weiterentwicklung. Tagesschulen sind das beste Modell der schulergänzenden Betreuung, weil sie eine Einheit der Materie bilden. Hier gibt es aber Handlungsbedarf, und wie bereits in der Debatte um die Gesetzesanpassung bei den Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung aufgezeigt, ist vor allem auch die Schulferienzeit eine Herausforderung für die Betreuung der Kinder. Speziell Tagesschulen, und zwar regional angepasste Modelle, zu fördern und dabei natürlich auch Ferienlösungen einfliessen zu lassen dürfte den Tagesschulen Auftrieb geben. Natürlich wurde mit der am Dienstag beschlossenen Gesetzesänderung bereits einiges erreicht. Die Minderheit ist aber überzeugt, dass vor allem im Bereich der Tagesschulen ein Effort gemacht werden kann, denn es sollte jedem Kind möglich sein, in eine öffentliche Tagesschule zu gehen.

Ich bitte Sie deshalb im Namen der Minderheit um Unterstützung der parlamentarischen Initiative.