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Berset Alain · Bundesrat · 2017-06-12

Berset Alain · Bundesrat · Freiburg · 2017-06-12

Wortprotokoll

Die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung übernimmt die Vorgaben von Eurostat und die Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dadurch werden die Resultate international vergleichbar. Gemäss den verwendeten Definitionen gelten als erwerbstätig Personen im Alter von mindestens 15 Jahren, die während der Referenzwoche mindestens eine Stunde gegen Entlöhnung gearbeitet hatten oder die trotz zeitweiliger Abwesenheit von ihrem Arbeitsplatz weiterhin eine Arbeitsstelle hatten oder die unentgeltlich im Familienbetrieb mitgearbeitet hatten.

Die Erwerbsquote gibt Auskunft über den Anteil der Personen, die, unabhängig von ihrem Arbeitsvolumen, am Erwerbsleben teilnehmen. Die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung liefert ergänzend dazu auch die Informationen zur Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten. Bei der Berechnung dieses Indikators werden die Erwerbspersonen mit ihrem Beschäftigungsgrad gewichtet.

Im Jahresdurchschnitt 2016 belief sich die Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen auf 74,3 Prozent, die Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten derselben Altersgruppe auf 62,5 Prozent. Das ergibt eine Differenz von rund 12 Prozentpunkten. 2016 betrug die Anzahl der 55- bis 64-jährigen Männer mit einem Beschäftigungsgrad von weniger als 20 Prozent 7000 Personen, das entspricht 1,7 Prozent der Erwerbstätigen dieser Altersgruppe. Die Anzahl der 55- bis 64-jährigen Frauen mit einem Beschäftigungsgrad von weniger als 20 Prozent belief sich auf 22 000 Personen, das entspricht 6,4 Prozent der Erwerbstätigen dieser Altersgruppe.

Zurzeit verfügt das BFS über keine Angaben betreffend die Anzahl der Langzeiterwerbslosen, die bei der Sozialhilfe registriert sind. Aus der Sozialhilfestatistik ist bekannt, dass 39,5 Prozent der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger erwerbslos sind.