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preparatory:AB 219592

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2017-09-18

Wortprotokoll

Frau Nationalrätin Munz, Sie haben meinen vollsten Respekt, wenn Sie sich für die Menschen einsetzen, die ganz besondere Beachtung verlangen und auch verdienen. Ich sage das nicht einfach so. Ich plädiere dauerhaft für die Perspektiven, die wir sämtlichen Bildungsstufen zukommen lassen wollen, auch im digitalen Zeitalter. Da gehören auch diejenigen dazu, die Sie eben erwähnt haben.

Ich will Ihnen immerhin ganz kurz fünf Vorhaben aufzählen, die aus den letzten Monaten stammen und in Richtung Ihrer Arbeit unterstützend wirken:

1. Das Parlament hat im Frühjahr 100 Millionen Franken bewilligt, mit denen Angebote für familienexterne Kinderbetreuung ab 2018 vergünstigt und bedarfsgerechter angeboten werden können.

2. Der Bundesrat plant eine Steuerreform, damit die Eltern die Kosten für die Kinderbetreuung besser abziehen können. Ich gebe zu, das ist ein altes, ein seit Langem diskutiertes [PAGE 1433] Thema, aber es ist immer noch auf der Traktandenliste. Die Vernehmlassungsfrist dazu ist im Juli 2017 abgelaufen, und im Moment wird die Botschaft an das Parlament erarbeitet.

3. Ende September - da sind wir jetzt bald - wird eine Studie zu Erfolgs- und Hinderungsfaktoren beim Erlangen eines Berufsabschlusses für Erwachsene erscheinen. Die Ergebnisse sollten es erlauben, Bildungsangebote besser auf die Bedürfnisse von Erwachsenen - darunter sind selbstverständlich auch Alleinerziehende - auszurichten.

4. Der Bundesrat hat das WBF beauftragt, bis im November 2017 ein Programm für die Weiterbildung von geringqualifizierten und insbesondere älteren Arbeitnehmenden im Bereich Grundkompetenzen zu entwickeln. Diese Arbeiten laufen.

5. Last, but not least, wenn Sie aufs Netz gehen und www.fachkraefte-schweiz.ch eingeben, finden Sie unter den Rubriken "Beruf und Familie" - es geht um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie - einerseits und "Qualifizierung" andererseits eine ganze Anzahl von Angeboten und Projekten, von denen auch Alleinerziehende profitieren können.

Wir empfehlen dem Parlament, die Motion abzulehnen. Das heisst aber nicht, dass uns das Thema nicht interessiert und dass wir nicht daran arbeiten. Ich hoffe, ich habe Ihnen mit den paar Beispielen aus der Aktualität zeigen können, dass wir es ernst meinen.