Föhn Peter · Ständerat · 2017-09-27
Föhn Peter · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2017-09-27
Wortprotokoll
Das Votum von Herrn Jositsch hat mich doch auch noch herausgefordert.
Ich sehe diese Standesinitiative nicht so radikal, wie er das dargestellt hat. Es steht schon etwas von Kündigung in diesem Vorstoss, aber es steht auch wieder drin, "mit der Möglichkeit" eines Wiedereintritts "unter Einführung eines Vorbehalts". Der Bundesrat hat ja ganz genau auch gesagt und in Aussicht gestellt, diesbezüglich im nächsten Jahr erneut einen Antrag bei der Berner Konvention zu hinterlegen, dass man in Bezug auf den Status in dieser Konvention eben von "streng geschützt" auf "geschützt" geht. Und denken Sie nicht, dass dieser Antrag eine Chance hat, wenn wir heute jetzt diese Standesinitiative ablehnen. Dieser Antrag hat dann natürlich nicht den Hauch einer Chance, und das kann doch nicht sein. Dann geht es genau gleich weiter wie bis dato, und das wollen wir nicht. Ich glaube, wir müssen nicht nur ein Zeichen setzen, wie heute Herr Rieder gesagt hat, sondern wir müssen dem Bundesrat den Rücken stärken, damit er diesen Antrag nicht nur stellen, sondern auch erfolgreich durchsetzen kann.
Wir wollen jetzt hier in der Schweiz eine Wolfspopulation mit mindestens 150 Wölfen aufziehen. Dazu muss ich schon sagen: Wir haben in den letzten Jahrzehnten und Jahren etliche andere Populationen mit vielen Tausend und Millionen Franken unterstützt. Bedrohte Ziegen- und Schafrassen! Und die wollen Sie jetzt wieder - ich sage es ein bisschen grob - fressen lassen, zumindest reissen lassen? Das ist doch nicht natürlich, überhaupt nicht natürlich, und es ist auch nicht im Sinne des Gesetzgebers; es ist nicht so, wie man das hier angedacht hatte.
Wir müssen dieser Standesinitiative heute Folge geben, dem Bundesrat den Rücken stärken, und dann sehen wir wieder weiter, was geht.