Vonlanthen Beat · Ständerat · 2017-12-06
Vonlanthen Beat · Ständerat · Freiburg · CVP-Fraktion · 2017-12-06
Wortprotokoll
Ich bin natürlich einverstanden mit dem Antrag Berberat, die Motion zur eingehenden Analyse an die WAK weiterzuleiten, bevor sie hier im Plenum dann erörtert und behandelt wird. Die inhaltliche Debatte wird auf später verschoben. Lassen Sie mich trotzdem ganz kurz nur drei zentrale Hinweise, nur drei Stichworte formulieren, die meines Erachtens in der WAK bei der Prüfung als Hintergrundinformation mitschwingen müssen:
1. Der grenzüberschreitende Online-Handel kann zu massiven Wertschöpfungsverlusten führen und verstärkt die negativen Effekte des weitverbreiteten Einkaufstourismus. Herr Bundesrat Schneider-Ammann hat vorhin die Zahlen für diesen Bereich erwähnt. Für den Online-Handel ist das noch potenziert. Ich kann nur einen Hinweis geben: Zwischen 2012 und 2016 hat sich das Volumen des Online-Handels vom Ausland in die Schweiz verdoppelt. Aus volkswirtschaftlicher Sicht stellt dies eine Entwicklung dar, die uns zu denken geben muss und die sicher vertieft analysiert werden soll.
2. Die Marke Schweiz stellt einen Wettbewerbsvorteil dar. Die von der Motion geforderte Verankerung der Marke Schweiz im Online-Handel ist ein erster, wichtiger Schritt.
3. Die Zersplitterung der Kräfte schadet meines Erachtens den Schweizer Wirtschaftsinteressen.
Es gibt also eine ganze Palette von Fragen, die geprüft werden sollten. Ich bin in diesem Sinne der WAK im Voraus dankbar für die Prüfung des Anliegens, das im Vorstoss zum Ausdruck kommt. Ich gehe davon aus, dass die WAK sich dann auch mit Lösungen in anderen Ländern wie beispielsweise Österreich oder Irland auseinandersetzen wird.
In diesem Sinne bin ich einverstanden und bitte Sie ebenfalls, dem Antrag Berberat zu folgen.