Maurer Ueli · Bundesrat · 2017-12-07
Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2017-12-07
Wortprotokoll
Ja, es hat zweifellos eine gewisse Dringlichkeit, was wir hier machen müssen. Wir müssen vielleicht auf zwei Ebenen auf Cyberangriffe reagieren. Wir haben Hackerangriffe, die in unseren Systemen einfach stattfinden; da wird etwas probiert. Damit wird die Sicherheit der Schweiz noch nicht tangiert, aber es stört die Arbeit, und das müssen wir ausmerzen.
Dann gibt es auf der strategischen Ebene Angriffe, die die Sicherheit der Schweiz gefährden können. Das sind Dinge, die auf einer anderen Ebene geregelt werden müssen. Dort haben wir wahrscheinlich noch nicht genügend Kapazitäten, um uns entsprechend zu schützen. Im Alltag sind wir, denke ich, recht gut aufgestellt, um rasch zu erkennen, wo wir entsprechende Angriffe haben. Hier haben wir uns auch entwickelt, um dem zu begegnen.
Es ist etwas, an dem wir intensiv arbeiten, auch zusammen mit der Wissenschaft, mit den Hochschulen, mit der Privatwirtschaft. Da kommt sehr viel Fachwissen zusammen. Wir sind auch international vernetzt. Ich war beispielsweise an dieser EU-Konferenz zur Cybersicherheit in Estland, um zu sehen, was andere Länder machen. Es gibt auch innerhalb der G-20 und der OECD, auch beim Internationalen Währungsfonds entsprechende Arbeitsgruppen, die sich mit der internationalen Cybersicherheit beschäftigen.
Ich denke, es ist wichtig, Schritt für Schritt vorzugehen, Prioritäten zu setzen - aber nicht nur, weil es ein allgemeiner Hype ist, jetzt Strukturen aufzubauen. Diese könnten sich dann als eher unnötig erweisen.