Schmid Samuel · Bundesrat · 2002-06-10
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2002-06-10
Wortprotokoll
Es braucht praktisch den Nachweis - nicht die Behauptung -, dass man studiert. Wobei ich Sie auch hier bitte: Seien Sie sich der Relationen bewusst. Etwa 7 Prozent der Rekruten sind Studenten. Von diesen Studenten sind es meines Wissens etwa 2 oder 3 Prozent, die ohnehin weitermachen. Sie haben einen anderen Bildungsweg, und dort spielen diese 21 Wochen ohnehin nicht die gleiche Rolle. Dann gibt es etwa 2 oder 3 Prozent, Herr Wasserfallen, die in der Lage sind zu fraktionieren. Dann gibt es noch etwa 2 oder 3 Prozent, die an den grössten Universitäten sind, und da gibt es die Möglichkeit der Fraktionierung ohnehin nicht - auch bei 15 Wochen nicht. Deshalb muss man sich hier durchaus der Relationen bewusst sein. So viele Leute sind nicht betroffen, was jedoch nicht heisst, dass man ihnen nicht gerecht werden soll.
Aber ich habe ebenfalls an Tausende von Lehrverhältnissen zu denken, an junge Leute, die im Moment von der Wirtschaft nicht angestellt werden, weil sie in die Rekrutenschule müssen, weil man wartet, bis sie den Dienst erledigt haben. Es gibt also sehr viele unterschiedliche Verhältnisse. Letztlich ist die allgemeine Wehrpflicht von der Verfassung gegeben und halt zu vollstrecken. Eine Wehrpflicht à la carte gibt es nicht.