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Quadranti Rosmarie · Nationalrat · 2017-12-13

Quadranti Rosmarie · Nationalrat · Zürich · Fraktion BD · 2017-12-13

Wortprotokoll

Sport verbindet, Sport begeistert, Sport zeigt, dass Anstrengung belohnt wird. Ausserdem bringt Sport Menschen zusammen, Menschen unterschiedlicher Herkunft; es ist gerade in der heutigen Zeit wichtig, das Verbindende und nicht das Trennende zu suchen. Sport hat, sofern er sauber ist, auch eine Vorbildwirkung. Dass bezüglich Dopingbekämpfung jetzt endlich wirklich etwas gemacht [PAGE 2131] wird, ist hervorragend. Ich danke an dieser Stelle alt Bundesrat Samuel Schmid für das beherzte Vorgehen. Denn nur wenn man auch wieder sicherer sein kann, dass Sportanlässe sauber sind, kann man sich für sie einsetzen.

Wir haben in der Schweiz in den Jahren 2020 und 2021 spannende internationale Sportanlässe - das ist ein Grund, sich zu freuen, es gibt aber auch eine Verpflichtung, sich zu beteiligen. Es ist selbstverständlich, dass diese Gelder an Bedingungen geknüpft sind. Die Bedingungen sind, dass sich die betreffenden Kantone und Gemeinden angemessen finanziell beteiligen und dass bei der Organisation und der Durchführung der Anlässe die Anforderungen des Umweltschutzes, der Raumplanung und der nachhaltigen Entwicklung erfüllt werden. Das bedeutet, dass eben nicht nur der Sport zählt, sondern dass auch die Rahmenbedingungen so sein sollen, dass der ganze Anlass Vorbildcharakter hat.

Aus diesem Grund unterstützt die BDP-Fraktion den Bundesbeschluss über die Beiträge des Bundes an internationale Sportanlässe in den Jahren 2020 und 2021 und damit die Beteiligung des Bundes an den ungedeckten Kosten der Organisation der Olympischen Jugendspiele 2020 in Lausanne, der Eishockey-WM 2020 in Lausanne und Zürich sowie der Winteruniversiade Luzern-Zentralschweiz 2021. Die BDP-Fraktion unterstützt dabei die Mehrheit, die statt des vom Bundesrat vorgeschlagenen Kredites von 19,5 Millionen Franken einen solchen von 22,5 Millionen Franken vorsieht. Die zusätzlichen 3 Millionen sollen der Winteruniversiade Luzern-Zentralschweiz zugutekommen. Diese 3 Millionen Franken sind gerechtfertigt. Das vorliegende Budget zeigt auf, dass die effektiven Kosten höher sind; der Betrag von 11 Millionen Franken beruhte auf einem als provisorisch zu bezeichnenden Budget. Mittlerweile sind genauere Zahlen bekannt.

Gerade über die Universiade hatten wir auch Diskussionen, nicht nur, weil der Betrag höher sein soll als vom Bundesrat vorgeschlagen. Man wollte aus der Universiade Jugendspiele machen. Es sollten doch nicht nur Studierende teilnehmen dürfen, hiess es; es wurde gejammert, dass alle ausgeschlossen würden, die nicht ein Studium, sondern eine Berufsausbildung machen. Die BDP-Fraktion findet diese Diskussion eher peinlich. Statt sich einfach an der Vielfalt der Sportanlässe zu erfreuen, wird auch das politisch für Bashing genutzt. Da machen wir nicht mit, wir schätzen Vielfalt.

Die BDP-Fraktion wird beim Bundesbeschluss 1 dem Antrag der Kommissionsmehrheit zustimmen.

Wir unterstützen auch die Änderung des Bundesbeschlusses zu Nasak 4, wonach beantragt wird, 51 Millionen Franken für Sportanlagen und die entsprechenden Verpflichtungskredite zu sprechen. Die Änderung betrifft eine Heraufsetzung des Betrags von 50 auf 51 Millionen Franken, dies aufgrund einer Änderung von Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe c: Statt 5 Millionen Franken in den Bau des nationalen Eishockeyzentrums zu stecken, werden 6 Millionen Franken für den Neu- und Ausbau von dezentralen Infrastrukturen für Eishockey eingesetzt. Der Gesamtkredit bleibt aber gleich hoch. Der Zusatzkredit von 6 Millionen für den Neubau des Centre sportif de Malley gab in der Kommission keinen Anlass für grosse Diskussionen. Schön war hier zu sehen, wie einig man sich in der Politik auch heute noch sein kann.

Der Bundesbeschluss 2 wird von der BDP-Fraktion mitgetragen.