Leuthard Doris · Bundesrat · 2018-03-05
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2018-03-05
Wortprotokoll
Das ist wieder ein Vorstoss, der auch zum Amüsement dient. Wildtierübergänge braucht es; sie sind für die Umwelt wichtig. Aber sie schützen auch vor Unfällen. Das haben wir in der Antwort auf die Interpellation dargelegt. Über die Kosten, Herr Ständerat, kann man schon reden. Ich kann das schon nachprüfen. Ich kann aber nicht Stellung nehmen dazu, ob ein Wildtierübergang 8 oder 9 oder 10 Millionen Franken kostet.
Man hat mir gesagt - das war so ein Nebenschauplatz, deshalb musste ich auch schmunzeln -, dass das Parlament auch eine Erfolgskontrolle dieser Wildtierübergänge verlangt. Ich kann Ihnen also zum Beispiel wegen dieser Erfolgskontrolle - und das ist dann Bestandteil der Kosten - genau sagen, welche Tiere diese Übergänge nutzen. Wir haben hier für Bois d'Oulens über die A1 zwischen Januar 2012 und Dezember 2014 aufgeführt, welche Tiere diesen Wildtierkorridor genutzt haben: 9 Rothirsche, 252 Wildschweine, 805 Rehe, 528 Füchse, 41 Feldhasen, 103 Dachse, 7 Marder, 8 Wildkatzen und 2 Gämsen. Es ist Schweizer Perfektionismus, dass wir all das erfassen und kontrollieren, für die Jäger und für die Tiere. Das sind auch sehr gute Wildtierübergänge. Gewisse Tiere haben das erkannt und stehen dort. Das ist so etwas wie ein Restaurant in dieser Region.
Deshalb: Es braucht diese Korridore. Man kann sich darüber streiten, wie perfekt wir sein wollen. Ich werde gerne nochmals schauen, ob man das ein bisschen günstiger machen kann. Aber glauben Sie mir, dahinter steht ein politischer Wille, und wir machen auch hier, was das Parlament von uns verlangt.