Maspoli Flavio · Nationalrat · 2002-06-13
Maspoli Flavio · Nationalrat · Tessin · Fraktionslos · 2002-06-13
Wortprotokoll
Frau Kollegin Leuthard hat hier an diesem Pult das Wort "sinnvoll" benutzt. Christian Morgenstern pflegte zu sagen: "Moral ist dann, wenn man moralisch ist." Wenn Sie mir die Paraphrase dieses Satzes gestatten, könnte man sagen: "Sinnvoll ist dann, wenn man sich sinnvoll benimmt." Sich sinnvoll zu benehmen heisst heute - in einer Zeit, in welcher der Bundesrat keine Möglichkeit auslässt, die Macht zu zentralisieren, und zwar immer an den gleichen Stellen, in den gleichen Regionen der Schweiz - lediglich, das Feuer des Föderalismus neu zu entfachen. Heute hat unser Rat die Möglichkeit, einen wichtigen, ja vielleicht sogar entscheidenden Schritt in diese Richtung zu gehen. In diesem Jahrhundert wird es sehr wahrscheinlich keine Gelegenheit mehr geben, sich so für den Föderalismus einzusetzen, wie wir es heute tun könnten. Frau Kollegin Meyer Thérèse hat vorhin gesagt, die Farben Schwarz und Weiss würden sehr gut harmonieren. Ich bin damit einverstanden, vor allem, wenn es um Eishockey und Fussball geht. Das bedeutet aber nicht, dass Fribourg und Aarau nicht in der Lage wären, ein Bundesgericht zu betreiben. Es geht hier lediglich darum, auch den Randregionen das zu geben, was sie verdienen.
Del resto - l'ha detto molto bene la collega Simoneschi - per il Ticino si tratta di una cosa estremamente importante, come lo è per San Gallo. Ma forse per il Ticino è ancora più importante, visto che oggi, per la prima volta dopo quasi dodici anni che sono consigliere nazionale, il sindaco di Bellinzona mi ha salutato. (Ilarità)