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AB 229204

de Buman Dominique · Nationalrat · Freiburg · CVP-Fraktion · 2018-05-28

Wortprotokoll

J'aimerais vous faire part d'un certain nombre de communications et prendre congé de deux de nos collègues.

Tout d'abord, j'aimerais adresser nos voeux à deux parlementaires qui ont fêté leur anniversaire hier. Il s'agit de Monsieur Giovanni Merlini et de Monsieur Jacques-André Maire. (Applaudissements)

Ich komme zur Verabschiedung von Nationalrätin Evi Allemann.

Evi Allemann ist seit 2003 Mitglied unseres Rates und der SP-Fraktion gewesen. Bei ihrer Wahl war sie damals mit 25 Jahren die jüngste gewählte Nationalrätin, aber schon vorher ist sie politisch aktiv gewesen: Bereits als 13-Jährige organisierte sie am nationalen Frauenstreiktag 1991 an ihrer Schule einen Mädchenstreik, und noch vor ihrer Matura wurde sie in den Berner Grossen Rat gewählt.

Zur Eröffnung der neuen Legislatur hielt sie 2003 als jüngstes Ratsmitglied eine vielbeachtete und erfrischende Rede. Evi Allemann warnte vor Verfettung und Verkrustung und wandte sich gegen das allgemeine Gejammer auf hohem Niveau. Sie forderte, das Zögern und Zaudern sein zu lassen, und verlangte Begeisterung ein, Mut und Fantasie, um das Land zu erneuern. Evi Allemann ihrerseits zögerte nicht und war von Anfang an begeistert bei der Sache: Als passionierte Orientierungsläuferin fand sie sich im Gestrüpp der schweizerischen Politik rasch zurecht. Die studierte Juristin engagierte sich in der Kommission für Rechtsfragen, in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, in der Aussenpolitischen und in der Sicherheitspolitischen Kommission sowie in der Begnadigungskommission.

Evi Allemann bearbeitete ein breites Spektrum an Themen. Besonders am Herzen lagen ihr eine nachhaltige Mobilität, die Berufsbildung, bezahlbarer Wohnraum und eine differenzierte Sicherheitspolitik.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs interessierte sich Evi Allemann intensiv für die Entwicklungen in Osteuropa. Sie lernte Russisch, engagierte sich in Hilfsprojekten in Bulgarien und bekam auf zahlreichen Reisen Einblick in die Situation der Menschen und Länder in Mittel- und Südosteuropa.

Evi Allemann ist sicher und kompetent in ihren Dossiers. Sie argumentiert fundiert und überlegt, freundlich im Ton, aber konsequent in der Sache, und ist dabei stets offen für einen sinnvollen und pragmatischen Kompromiss. Evi Allemann ist keine verbissene Politikerin. Sie hat Sinn für Humor und kann auch über sich selbst lachen.

Bei ihren Kolleginnen und Kollegen wird sie für ihre offene und umgängliche Art geschätzt. Als politischer Mensch engagierte sich Evi Allemann auch ausserhalb des Ratssaals, zum Beispiel als Präsidentin des Verkehrsclubs der Schweiz und des Mieterinnen- und Mieterverbandes des Kantons Bern.

Neben der Politik und den Sitzungen hat für Evi Allemann ihre Familie einen wichtigen Stellenwert. Sie findet auch immer wieder Zeit für ruhige Stunden an der Aare, bei Treffen mit Freunden, für Kultur und für ausgedehnte Reisen mit der Eisenbahn.

Vergangenen März wurde Evi Allemann mit einem ausgezeichneten Resultat als neue Berner Regierungsrätin gewählt. Im Nationalratswahlkampf 2003 warb die Juso-Grossrätin mit dem Slogan "Evi rennt - vom Rathaus ins Bundeshaus". Nun kehrt Evi Allemann ins Rathaus zurück - nicht rennend, aber entschlossen und voller Energie. Wir danken ihr für ihre Arbeit in unserem Rat und wünschen ihr persönlich und in ihrem neuen Amt alles Gute und viel Erfolg! (Stehende Ovation)

Ich möchte jetzt auch von einer anderen Kollegin Abschied nehmen, und nachher werden wir die Blumensträusse übergeben.

Christine Häsler wurde in der Sommersession 2015 in unserem Rat vereidigt und im darauffolgenden Herbst von den Berner Stimmberechtigten als Nationalrätin der Grünen in ihrem Amt bestätigt. Bereits zuvor war Christine Häsler politisch aktiv, so als langjährige Grossrätin und Fraktionschefin der Grünen im Berner Grossen Rat. Im Nationalrat arbeitete sie mit in der Kommission für Rechtsfragen und in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit.

Wichtig sind Christine Häsler eine gerechte und wirksame Sozialpolitik, die Förderung einer umfassenden Bildung, der Einsatz für Menschen mit einer Behinderung, Fragen der Flüchtlingspolitik und eine nachhaltige Umweltpolitik.

Christine Häsler vertritt ihre Anliegen dezidiert, kompetent, ruhig und gleichwohl mit grossem Engagement. Differenziert und undogmatisch kann sie ihre Sicht darlegen. Sie setzt sich glaubwürdig ein für eine menschliche und faire Politik, in der sich alle Beteiligten mit Respekt begegnen. Christine Häsler wird von den Kolleginnen und Kollegen geschätzt für ihre klare und berechenbare Haltung und ihre gleichzeitig lösungsorientierte und vermittelnde Art, mit der sie es oftmals verstand, Brücken zu bauen.

Christine Häsler bezeichnet sich als Berglerin mit urbanem Flair. Tatsächlich ist die Verwurzelung im Berner Oberland ein wichtiger Teil ihres Wesens und ihres Lebens. Derzeit arbeitet die gelernte Kauffrau als Kommunikationschefin der Kraftwerke Oberhasli, zuvor arbeitete sie unter anderem als Gemeindeschreiberin in Lütschental.

Bodenständig und weltoffen hat Christine Häsler einen Sinn für das Praktische und Machbare. Sie kann zupacken und Einsatz leisten, sei es als Familienfrau oder beim Hilfseinsatz im kriegsversehrten Bosnien.

Auch für zahlreiche, häufig ehrenamtliche Engagements in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales und Umwelt stellt sie sich zur Verfügung. Unter anderem ist sie Präsidentin des Kunsthauses Interlaken und der schweizerischen Schule für Holzbildhauerei in Brienz.

Ruhe und Entspannung findet sie beim Bergwandern, bei Musik, beim Lesen und im Kreis der Familie. [PAGE 608]

Diesen März wurde Christine Häsler im ersten Wahlgang in den Berner Regierungsrat gewählt, weshalb sie als Nationalrätin zurücktritt.

Wir danken ihr für ihren Einsatz in unserem Rat und wünschen ihr in ihrer neuen Aufgabe Glück und Erfolg und auch persönlich alles Gute. (Stehende Ovation; der Präsident[NB]überreicht Frau Allemann und Frau Häsler einen Blumenstrauss)[GZ]

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Schluss der Sitzung um 18.50 Uhr [GZ]

La séance est levée à 18 h 50

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