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Cassis Ignazio · Bundesrat · 2018-06-05

Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2018-06-05

Wortprotokoll

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der vorliegenden Motion "Länderberichte von internationalen Organisationen über die Schweiz. Einbezug des Parlamentes ins Konsultationsverfahren". Es trifft zu, dass einige internationale und multilaterale Organisationen und Gremien den nationalen Regierungen Empfehlungen abgeben - den Regierungen aller Staaten, nicht nur der Schweiz. Die Staaten sollen gegebenenfalls ihre Politik angleichen. Selbstverständlich stehen dahinter auch politische Interessen. Bezeichnend ist etwa die Neuordnung der internationalen Steuerpolitik. Aus Sicht des Bundesrates reichen aber die bestehenden Informations- und Konsultationsverfahren aus, um eine gute und effiziente Zusammenarbeit zwischen Parlament, Bundesrat und Bundesverwaltung zu gewährleisten.

Je vous rappelle, comme les rapporteurs l'ont déjà fait, l'article 152 de la loi sur le Parlement, qui donne justement au Parlement la liberté d'intervenir dans toute prise de décision du Conseil fédéral relative à ces rapports établis par des organisations internationales. N'oubliez pas non plus que les membres des Commissions de politique extérieure et des délégations internationales reçoivent quatre fois par an la liste exhaustive de ces rapports d'organisations internationales, et qu'ils peuvent, à tout moment et librement, demander d'en débattre au sein de la commission. C'est toujours un plaisir pour le Conseil fédéral de mener ces discussions au sein des commissions.

L'application concrète des obligations du Conseil fédéral en matière de consultation est en outre précisée, depuis le 1er août 2016, à l'article 5b de l'ordonnance sur l'organisation du gouvernement et de l'administration. Selon cet article, une consultation sur les orientations principales est menée sur la base d'un projet de mandat du Conseil fédéral lorsque la modification importante d'une loi fédérale est requise ou que la renonciation à la mise en oeuvre de telles recommandations ou décisions entraîne des inconvénients graves pour la Suisse.

Sie erhalten Listen zu Länderberichten, die aus verschiedenen Quellen stammen und die quartalsweise in den APK verteilt werden. Ihre Vertreter in der APK sind in der Lage, eine Diskussion zu verlangen; sie dürfen und können das tun. Das scheint dem Bundesrat zusammen mit dem soeben angeführten Artikel 5b der Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung eine genügende Garantie zu sein, dass es in der Diskussion dieser Berichte kein Demokratiedefizit gibt.

Erlauben Sie mir noch eine Bemerkung: Natürlich können wir im Bundesrat auch mit einem anderen Entscheid leben. Aber es stellt sich zunehmend auch die Frage der Belastung des Milizparlamentes. Ich merke, wie schwerfällig die Diskussion über alle möglichen Berichte ist, die weltweit produziert [PAGE 810] werden. Es stellt sich die Frage, wie viele Aufgaben sich eine Kommission aufbürden will. Es ist natürlich Ihre Aufgabe, diese Frage zu beantworten. Aber ich glaube, dass auch an dieses Element erinnert werden muss.[GZ]

So viel aus der Sicht des Bundesrates.

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