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Bühler Manfred · Nationalrat · 2019-06-04

Bühler Manfred · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2019-06-04

Wortprotokoll

Je vous le dis d'emblée, le groupe UDC suivra clairement la majorité de la commission, même si, évidemment, on peut se poser certaines questions, comme cela a été fait, sur la pertinence du moment de l'investissement.

Ich fahre auf Deutsch weiter, weil die Projekte ja die Deutschschweiz betreffen. Die Haltestelle Winterthur-Grüze Nord ist wichtig für die ganze Region. Sie wissen, dass Winterthur eine sehr dynamisch wachsende Stadt ist, mittlerweile eine Grossstadt, seit einigen Jahren mit über 100[NB]000 Einwohnern. Angesichts einer sehr schnell wachsenden Agglomeration ist die Wichtigkeit dieses Projekts, glaube ich, unbestritten. Das können und sollten wir durchaus unterstützen und nach vorne bringen.

Der Bedeutung der Haltestelle Thun Nord bin ich mir als Berner und Mitglied vom Komitee Ouestrail natürlich bewusst. Die Wichtigkeit dieser Haltestelle ist unbestritten. Wir haben auch gehört, dass es klar ist, dass es einen Nutzen bringt, in eine Region zu investieren, die bereits dicht bebaut ist - es gibt dort militärische Anlagen, die umgenutzt werden. Wir können die Wirtschaft sich dort entwickeln lassen, ohne dass dafür irgendwelches Kulturland überbaut werden muss.

Das ist auch eine neue Achse, die für den öffentlichen Verkehr sehr attraktiv wird, nämlich im Zusammenspiel mit der Strasse. Sie kennen vielleicht den Bypass Thun Nord. Er ist fertiggebaut und funktioniert. Genau an diesem Standort, einem bereits überbauten Areal, würde diese neue Haltestelle positioniert. Das ist sehr wichtig für das Zusammenspiel, weil nicht alle ausschliesslich den öffentlichen Verkehr benutzen können, wenn sie nach Bern oder sonst wohin wollen. An diesem Standort könnte man die Koordination zwischen Strasse und Bahn bestens vornehmen. Die Frage ist, ob das gut mit dem Agglomerationsprogramm koordiniert ist. Da sage ich ganz klar: Das ist der Fall. Die Gemeinden im Raum Thun Nord stehen hinter diesem Programm und dieser Haltestelle. Die Unterstützung in der Region, die auch schnell wächst, ist total vorhanden.

Es stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, was zuerst da war - das Ei oder das Huhn. Sollte man zuerst warten, bis die Region sich so dicht entwickelt hat, bevor man eine Haltestelle baut, oder sollte man etwas vorausschauend bauen? Hier sind wir der Meinung, dass man vorausschauend bauen sollte.

Beide Projekte sind von der Wichtigkeit, vom Grundsatz her unbestritten. Die Frage ist nur, ob man sie jetzt etwas vorzieht oder noch weitere Jahre bis zum definitiven Entscheid wartet. Wir sind der Meinung, hier kann man früher beginnen. Man weiss auch, dass Projekte in dicht überbauten Zonen manchmal Probleme mit sich bringen, mit Einsprachen usw. - sie können sich verzögern. Es ist also an der Zeit, dass wir jetzt beginnen und diese Projekte aufnehmen.

In diesem Sinne bitte ich um Ablehnung der beiden Minderheitsanträge.