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Aeschbacher Ruedi · Nationalrat · 2002-09-18

Aeschbacher Ruedi · Nationalrat · Zürich · Evangelische und Unabhängige Fraktion · 2002-09-18

Wortprotokoll

Wenn Sie auf der Strasse die Leute fragen, ob Tiere Sachen seien, werden Sie beim Gegenüber wohl erstauntes Stirnrunzeln oder ein spontanes Nein hervorrufen. Auch ich musste vor 40 Jahren im ersten Semester meines Jus-Studiums erstmals zur Kenntnis nehmen, dass Tiere offenbar nicht fühlende Mitgeschöpfe von uns Menschen sind, sondern dass Tiere im Recht als Sachen behandelt werden.

Nach einem langen und hindernisreichen Weg mit vielen Irr- und Umwegen können wir heute endlich diese völlig unbefriedigende Situation etwas zurechtrücken und die Betriebsunfälle früherer Debatten in diesem Rat ausbügeln. Es ist aber beschämend, dass es zuerst des Druckes von zwei Volksinitiativen bedurft hat, ehe sich nun der Gesetzgeber endlich dazu aufrafft, eine jahrzehntelange Arbeit positiv abzuschliessen. Wir stellen in unserer Fraktion fest, dass die beiden Initiativen recht weit gehen und dass sie offenkundig heute noch nicht mehrheitsfähig sind. Wir meinen daher mit der einstimmigen Kommission, dass es besser ist, die Volksinitiativen abzulehnen, aber die Chance - den Spatz in der Hand - ist jetzt zu packen und die Parlamentarische Initiative Marty Dick zu unterstützen.

In diesem Sinne treten wir auf diese Vorlage ein und unterstützen sie einstimmig.

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