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Triponez Pierre · Nationalrat · 2002-09-19

Triponez Pierre · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-09-19

Wortprotokoll

Im Namen der FDP-Fraktion empfehle ich Ihnen, die Minderheit Wandfluh zu unterstützen, d. h., dem Bundesrat und dem Ständerat zu folgen.

Die Forderung der Mehrheit der Kommission ist unrealistisch und würde die Berufslehre überladen. Ich möchte hier vor allem für den Bereich der handwerklichen und gewerblichen [PAGE 1276] Berufe sprechen. Es wäre schlicht eine Überforderung und eine Überlastung der Berufslehre, wenn wir für sämtliche Berufsausbildungen eine zweite Sprache obligatorisch verlangen würden. Wir würden gute Leute, die grossartige handwerkliche Arbeit leisten können, von einer Berufslehre ausschliessen. Wir würden riskieren, dass Ausländer der zweiten Generation, aber auch andere Leute, welche sprachlich nicht begabt sind beziehungsweise Mühe mit Sprachen haben, eine Lehre gar nicht antreten bzw. nicht abschliessen könnten, weil das obligatorisch wäre.

Wie Herr Wandfluh vorhin erklärt hat, kann ja die ganze Regelung des Sprachunterrichtes in den Berufsbildungsverordnungen vorgenommen werden. Dort soll sie auch vorgenommen werden. Für viele Berufe braucht es selbstverständlich diese zweite Sprache. Aber wir sollten das Gesetz nicht überladen und deshalb dem Bundesrat und dem Ständerat folgen.

Die FDP-Fraktion hat grossmehrheitlich - mit zwei Gegenstimmen - beschlossen, hier der Minderheit zu folgen.

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