AB 24950
Pfister Theophil · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2002-09-19
Wortprotokoll
Die Erwähnung der Handelsmittelschulen in diesem Rahmengesetz ist ganz klar ein Fremdkörper. Wie die Handelsschulen müssten folgerichtig auch andere Schultypen hier zusätzlich aufgeführt sein, die heute unter dem Begriff "anerkannte Institutionen für die Bildung in beruflicher Praxis" figurieren. Das macht jedoch keinen Sinn.
Das neue Berufsbildungsgesetz zeichnet sich geradezu dadurch aus, dass es verschiedene Möglichkeiten und verschiedene anerkannte Schultypen in sich vereinigt. Es ist eine Verbundaufgabe von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt, für jede Ausbildung den richtigen Weg zu gestalten. Aus diesen Gründen müssen wir uns dafür einsetzen, dass nun nicht wieder einzelne Schulen in diesem Gesetz einen Sonderplatz einnehmen. Damit sollen die Leistungen und Aufgaben der Handelsschulen nicht geschmälert werden. Ihre Verankerung in der Berufsbildung ist nicht gefährdet. Die Einbindung geschieht gemäss dem Antrag Triponez in der gleichen Weise, wie das bei den übrigen aufgezählten Schultypen der Fall ist.
Ich empfehle Ihnen namens der SVP-Fraktion, dem Antrag Triponez, der im Grundsatz auch den Vorgaben des Bundesrates folgt, zuzustimmen.