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Kutter Philipp · Nationalrat · 2019-09-11

Kutter Philipp · Nationalrat · Zürich · CVP-Fraktion · 2019-09-11

Wortprotokoll

Die Debatte war intensiv, und es hat sich, wie nicht anders zu vermuten war, gezeigt: Die Vorstellungen darüber, ob es einen Vaterschaftsurlaub braucht und wie dieser ausgestaltet sein soll, gehen weit auseinander.

Der Ständerat und Ihre Kommission wählten mit dem Gegenvorschlag einen Mittelweg, der im Gesetz ein gewisses Grundangebot garantiert. Es handelt sich dabei nicht um das maximal Mögliche; wir regeln hier im Parlament selten das maximal Mögliche. Es bleibt den Unternehmen überlassen, das maximal Mögliche anzubieten. Sie können sich mit guten Vorschlägen profilieren und zum Beispiel 4 Wochen, 8 Wochen oder noch mehr anbieten. Und für das maximal Mögliche sind natürlich auch die Männer und die jungen Väter zuständig: Von ihnen müssen wir erwarten, dass sie sich auch ausserhalb des Vaterschaftsurlaubs zu Hause engagieren.

Eine Bemerkung möchte ich noch zu den Schlussfolgerungen machen, die aus den OECD-Vergleichen gezogen werden. Meiner Meinung nach ist es zu einseitig, wenn man hier die Schweiz als rückständig darstellt. Vielmehr ist es doch einfach auch so, dass es bei uns etwas länger dauert, bis der Staat angerufen wird, was auch sein Gutes hat.

Mit Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass auch jene, die die Taube dem Spatz bzw. die Elternzeit dem 2-wöchigen Vaterschaftsurlaub vorgezogen hätten, den Spatz dennoch nicht verschmähen wollen. Damit ist die Basis für die Einführung des Vaterschaftsurlaubs gelegt. Das ist ein historischer Moment für alle Familien in der Schweiz. Ich ermuntere Sie: Machen wir jetzt gemeinsam diesen Schritt.

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