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Cassis Ignazio · Bundesrat · 2019-09-17

Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2019-09-17

Wortprotokoll

La question de la manière de gérer ce genre de commission est vieille comme la Confédération suisse. Le Conseil fédéral s'est donné, il y a une dizaine d'années, des directives, vu le nombre grandissant d'interventions parlementaires. Il s'est donc donné quelques règles, par exemple celle de ne pas accepter des interventions parlementaires qui ne font que soutenir ce qui est déjà en cours, et qui de toute manière doit être fait, car ce serait une charge inutile de travail; c'est une règle de fond. Ensuite, il fait quelques exceptions là où il pense que la question doit être soulignée du point de vue de l'opportunité politique. La motion déposée par Monsieur le conseiller national Béglé correspond à ce genre d'exception.

Elle ne demande rien de plus que ce que le Conseil fédéral fait déjà - le rapporteur de la commission a très correctement résumé la situation. Néanmoins le Conseil fédéral a décidé de vous inviter à la soutenir, parce que c'est un soutien à la démarche politique qu'il a décidé lui-même de suivre en décembre de l'année passée, avant de lancer la consultation qui a duré quelques mois. C'est la première fois qu'il y a eu une consultation sur la stratégie de la coopération internationale par les deux départements concernés, le Département fédéral des affaires étrangères et le Département fédéral de l'économie, de la formation et de la recherche.

Cette motion va donc dans le sens des jalons stratégiques posés par le Conseil fédéral et du rapport explicatif sur la coopération internationale 2021-2024.

Nous avons effectivement pu clôturer la procédure de consultation fin août. Nous avons reçu plus de 220 prises de position, plus de 1000 pages à étudier. Ce sera sur la base des résultats de cette consultation que le Conseil fédéral décidera de la suite des travaux.

Je me permets quand même de vous adresser quelques mots sur le contenu de la motion. De nouveaux instruments financiers doivent être mis au point pour mobiliser des fonds issus du secteur privé, en particulier dans des contextes difficiles. Ceci dit, le secteur privé joue déjà aujourd'hui un rôle très important dans la coopération internationale. Les objectifs contenus dans l'Agenda 2030 sont ambitieux. Ni les gouvernements, ni les ONG, ni le secteur privé, ni encore les milieux scientifiques ne peuvent à eux seuls trouver les solutions aux grands défis globaux que représentent la pauvreté, le changement climatique et les risques sanitaires. Chacun de ces acteurs a des ressources et des capacités que les autres n'ont pas et donc la coopération est primordiale.

En ce qui concerne la collaboration avec le secteur privé - ce sont peut-être quelques précisions qu'il vaut la peine d'ajouter -, il est important que l'acteur privé ait le même intérêt que nous, acteur public, à poursuivre les objectifs du développement durable. Les deux parties doivent se compléter dans le cadre d'un partenariat fondé sur un partage équitable des risques et des bénéfices.

"Privatsektor" bezeichnet Unternehmen verschiedener Grössen und Herkunft, von Schweizer Grosskonzernen - oft ist ja auch von Grosskonzernen die Rede - bis zum lokalen KMU in einem Land des Südens oder Ostens. Auch private Förderstiftungen sind Teil des Privatsektors. Das typisch schweizerische SKH-Modell, das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe, das wir leider praktisch wöchentlich in den Einsatz senden müssen, ist zum Beispiel eine bewährte Form der Zusammenarbeit des Bundes mit dem Privatsektor.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und das Staatssekretariat für Wirtschaft haben in den letzten zwei Jahrzehnten wertvolle Erfahrungen mit Partnerschaften mit dem Privatsektor gesammelt. Mit der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017-2020 gab der Bundesrat diesem Ansatz zusätzliches Gewicht. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Die Deza unterstützte zusammen mit Coop, Mars Food und anderen Partnern aus dem Privatsektor 25[NB]000 Kleinbauern in einem Projekt zur Reduktion des Wasserverbrauchs in der Reis- und Baumwollproduktion. Die Zusammenarbeit mit grossen Akteuren aus dem Lebensmittelsektor und ihre Kofinanzierung erlaubt es, mehr Bauern zu erreichen, und sichert darüber hinaus die Abnahme der Produktion. Die Abnahme der Produktion ist ganz unentbehrlich, sie ist wirklich eine ganz wichtige Garantie, damit etwas passieren kann.

Denken Sie an das Friedensabkommen in Mosambik, das im August durch unsere Mediation zustande gekommen ist. Plötzlich hat es Tausende von Soldaten, die nichts mehr zu tun haben, weil Frieden herrscht. Das verpflichtet auch die internationale Gemeinschaft, sich - natürlich zusammen mit dem Staat Mosambik - die Frage zu stellen, wie die Soldaten, die Militärleute, wieder in den Arbeitsprozess integriert werden können.

Hier sind wiederum diese Kooperationen mit dem Privatsektor gefragt, damit nicht nur entsprechende Jobs entstehen, sondern die Produktion aus dieser Arbeit dann auch richtige Absatzmärkte findet. In Mosambik beispielsweise ist Kaffeeproduktion wichtig. Bevor man beginnt, Kaffeeproduktion zu machen, muss man sich versichern, dass irgendjemand den Kaffee auch kauft und trinkt - sofern er gut ist. Das ist natürlich auch das Ziel der Übung.

Bei einem typischen Projekt der internationalen Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Privatsektor fliesst kein staatliches Geld an diese Partner. Das möchte ich einfach mal ganz klar gesagt haben, weil man es immer wieder hört. Die Privatakteure werden nicht öffentliches Geld bekommen, sondern stattdessen investieren beide in einer Win-win-Situation Geld für etwas, das im gemeinsamen Interesse liegt. Zusammen setzen sie zugunsten der Zielgruppe Mittel für etwas ein, das im Interesse der nachhaltigen Entwicklung ist.

Auch bei der Mobilisierung privaten Kapitals gehen Deza und Seco innovative Wege, die internationale Anerkennung finden. Ich nenne nur zwei Beispiele: Mit den Social Impact Incentives ermöglicht die Deza gemeinwohlorientierten Organisationen, ein finanziell nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln, und mit dem ersten Social Impact Bond in einem Entwicklungsland teilen sich das Seco und die kolumbianische Regierung die Verantwortung für die erreichten Resultate im Bereich der Beschäftigung von armen Leuten in Kolumbien.

Die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor ist eine wichtige Ergänzung der staatlichen Mittel. Der Privatsektor investiert, wenn das Verhältnis zwischen Risiko und Renditen stimmt und Planungssicherheit besteht. Das ist in den ärmsten Regionen der Welt oft nicht gegeben. Um Risiken zu minimieren und privates Kapital zu mobilisieren, kann der gezielte Einsatz von staatlichen Mitteln sinnvoll sein. Oft ist es[NB]tatsächlich so, dass die öffentlichen Gelder vor allem das Ziel erreichen [PAGE 729] müssen, das Risiko zu reduzieren, damit der Privatsektor bereit ist zu investieren. Private Akteure bringen aber neben dem Kapital auch Expertise, neue Technologien und Methoden mit.

Voilà, das waren die wenigen Worte, die ich heute hier sagen wollte, um dieses Thema mal auch materiell zu umschreiben. Mehr dazu werden wir hören und gemeinsam diskutieren bei der Beratung der Strategie der internationalen Zusammenarbeit für die nächsten vier Jahre. Aber aus diesem Grund empfiehlt Ihnen der Bundesrat, diese Motion anzunehmen.