Pieren Nadja · Nationalrat · 2019-09-26
Pieren Nadja · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2019-09-26
Wortprotokoll
Herr Gugger schreibt in seinem Postulat, dass die bisherigen Massnahmen ein Flickwerk mit wenig Wirkung seien. Das sehe ich ganz anders. In unserem Land wird enorm viel unternommen. Es wurden und werden grosse Summen Geld in die frühe Förderung investiert. Wenn man die Gelder für die Anschubfinanzierung einbezieht, reden wir von Milliarden. Hier im Rat wurde kürzlich eine Strategie zur frühen Förderung verabschiedet, mit welcher jährlich mehrere Millionen Franken in die frühkindliche Förderung investiert werden.
Nun schreibt der Postulant, die bisherigen Massnahmen seien ein Flickwerk mit wenig Wirkung. Er fordert eine bessere Qualität im Bereich der Früherziehung, eine bessere Integration fremdsprachiger Kinder in Kitas, überregionale Zusammenarbeit, eine wissenschaftliche Begleitung von Projektarbeiten und dass aufgezeigt wird, wie Bund, Kantone und Gemeinden effizient zusammenarbeiten können. All das soll nun auf Bundesebene koordiniert und gefördert werden.
Meines Erachtens ist es nicht nötig, dass der Bund noch mehr in die Aufgaben der Kantone und der Gemeinden eingreift. Ich traue den Kantonen und den Gemeinden sehr wohl zu, dass sie individuelle, an den Ort, die Region und die Kultur angepasste Angebote machen können. Hier braucht es nicht noch mehr staatliche Eingriffe. Ich bin überzeugt, dass solche Eingriffe der Sache schaden werden.
Deshalb empfehle ich Ihnen, dieses Postulat abzulehnen.