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Strahm Rudolf · Nationalrat · 2002-10-02

Strahm Rudolf · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2002-10-02

Wortprotokoll

Der Bundesrat ist für das Verbot von Antibiotika-Resistenzgenen. Der Ständerat ist ebenfalls für dieses Verbot. Und Herr Randegger und die Minderheit wollen, dass Antibiotika-Resistenzgene noch sechs Jahre, bis 2008, weiterverwendet werden dürfen! Das ist nicht der Stand der Technik; das ist eine veraltete Technologie. Auch die Vorredner und Vorrednerinnen haben das nicht bestritten. Es ist unbestritten, dass diese Belastung beendet werden muss. Das ist ganz klar. Ich bitte Sie deshalb, der Mehrheit zu folgen.

Ich muss noch etwas beifügen: Es ist erstaunlich, dass Gesundheitspolitiker und Gesundheitspolitikerinnen wie Frau Egerszegi und Herr Gutzwiller, die ja auch in der Kategorie Kosten denken, nach vorne kommen und die Weiterverwendung dieser Resistenzgene fordern. Antibiotikaresistenz ist ein Thema der Gesundheitspolitik und der Gesundheitskosten. Sie wissen ganz genau, dass in den Spitälern die Resistenzproblematik zu einer Kostenentwicklung und einem Kostenschub führt. Sie ist natürlich nicht die einzige treibende Kraft, aber sie hat einen Kostenaspekt. Und jetzt kommen Sie und sagen, das müsse noch sechs Jahre weitergehen!

Es gibt seit langem Markergene, die keine Resistenzprobleme stellen. Syngenta hat z. B. Positec, um nur eines zu erwähnen. Es ist seit 1993 bekannt und patentiert und darf für die Grundlagenforschung verwendet werden. Deswegen, scheint mir, sollten wir jetzt diese Problematik beenden; Sie betreiben sonst nur Strukturerhaltungspolitik. Sie wissen ganz genau, dass solche Gene ohnehin nie in Verkehr gebracht werden können. Weshalb wollen Sie jetzt, wegen vielleicht eines Falls oder zwei, die Erlaubnis sechs Jahre weiterführen?

Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen: keine Übergangsfrist in Übereinstimmung mit dem Bundesrat und dem Ständerat.