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preparatory:AB 263258

Munz Martina · Nationalrat · Schaffhausen · Sozialdemokratische Fraktion · 2020-06-10

Wortprotokoll

Die SP-Fraktion unterstützt Sweet, das neue Forschungsförderungsinstrument des Bundes im Energiebereich.

Abkürzungen treiben manchmal seltsame Blüten. Ich hoffe, dass die Forschenden auf der Suche nach Lösungen, um die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen, genauso fantasievoll sind wie bei der Kreation der Abkürzung "Sweet"!

Das neue Forschungsförderungsinstrument ist auf anwendungsorientierte Forschung und Umsetzung in der Praxis fokussiert. Das begrüssen wir sehr. Es ist unbestritten, dass verstärkte Forschungsanstrengungen für die Energiestrategie 2050 nötig sind. Sweet ist das Nachfolgeprogramm der SCCER, also der acht virtuellen Kompetenzzentren, die nach dem Unfall von Fukushima von 2011 im Bereich der Energieforschung aufgebaut wurden.

Die Kommission hat die Projektdauer von Sweet von zwölf auf acht Jahre gekürzt. Das können wir unterstützen, zumal der Verpflichtungskredit davon nicht tangiert ist. Wir werden die Minderheit ablehnen.

Neu werden in Sweet Themenbereiche aufgenommen, die in den SCCER nicht abgedeckt waren, wie kritische Infrastruktur, Fotovoltaik und nukleare Entsorgung. Ich hoffe sehr, dass die Forschung im Bereich Atommüllentsorgung intensiviert wird. Es bestehen sehr viele sicherheitsrelevante Fragestellungen, derer sich die Wissenschaft annehmen muss. Es gibt auf der ganzen Welt noch kein einziges funktionierendes Atommülllager für radioaktiven Abfall. Wenn wir den hochgiftigen strahlenden Abfall in einer dicht besiedelten Region wie dem Schweizer Mittelland vergraben wollen, braucht es noch gewaltige Anstrengungen, wenn sichergestellt werden soll, dass die Bevölkerung langfristig nicht erheblichen Gefahren ausgesetzt wird. Die Atomenergie hat noch ein strahlendes Erbe zu bewältigen, und dazu braucht es Forschung.

Die SP-Fraktion unterstützt das Forschungsförderungsprogramm Sweet und hofft auf baldige, praxistaugliche und "sweete" Resultate! [PAGE 886]