Zanetti Roberto · Ständerat · 2020-09-17
Zanetti Roberto · Ständerat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2020-09-17
Wortprotokoll
Wenn Sie mich quasi nötigen, etwas zu sagen, kann ich schon Stellung nehmen. Das ist ein ewiges Thema bei den - übrigens in bestem Einvernehmen stattfindenden - Gesprächen zwischen dem Fischereiverband und dem Bundesamt. Hiermit habe ich auch deklariert, dass ich Präsident des Schweizerischen Fischerei-Verbandes bin; Sie wissen das ja. Das ist immer ein Thema. Lustigerweise sagen uns die Bundesvertreter: "Die Kantone müssten." Wenn man bei den Kantonen ist, sagen diese: "Das Bundesamt lässt uns nicht." Wir werden das beim nächsten Gespräch, das angesetzt ist, einmal mehr diskutieren.
Ich will hier jetzt nicht im Vorfeld der Abstimmung zum revidierten Jagdgesetz eine grosse Debatte lostreten, welcher Vogel wie viel Fisch fressen darf. Aber wir haben ein Problem, wenn plötzlich eine Vogelart eine ganze Population gefährden kann. Das ist im Moment der Fall, und dafür hat das Jagdgesetz, bereits das jetzige, geltende Jagdgesetz, auch Möglichkeiten vorgesehen, dass man bei solchen Konkurrenzen, bei welchen es wirklich um ganze Populationen geht, kreative Lösungen finden kann. Wir werden uns in diesem Sinn einsetzen, und zwar werden wir nicht einfach eine Abknallgeschichte inszenieren, sondern sagen, dass gewisse Fischarten eben auch eine Daseinsberechtigung haben. Da werden wir durchaus harte Diskussionen haben.
Aber die Antwort des Bundesrates kann ja jeder interpretieren, wie er will. Ich interpretiere sie dahingehend, dass das der Bundesrat ähnlich sieht, dass man da relativ flexibel, mit äquilibrierten Lösungsansätzen, an die Sache herangehen muss. Ich werde mich dafür einsetzen. Damit nehme ich die Antwort so zur Kenntnis, ohne sie zu bewerten.