Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · 2020-12-07
Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2020-12-07
Wortprotokoll
Bei diesem Minderheitsantrag geht es um die Verpackung. Wie Sie bereits gehört haben, wollen wir Grünen keine Tabakwerbung, ganz entsprechend den Bestimmungen der WHO.
Selbstverständlich hat die Verpackung eine Wirkung auf die Menschen. Die Verpackung ist Teil der Werbestrategie, und je nach Verpackung werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. So ist beispielsweise das dünne, edle Paket ganz speziell für die Frauen entwickelt worden. Und es gibt sehr viele Studien, die immer wieder gemacht werden, um herauszufinden, was denn dem Menschen entspricht, was ihn anspricht, was ihn oder sie eher motiviert zu rauchen. Man versucht dann auch, dem über die Packung gerecht zu werden.
Die heftige Gegenreaktion der Tabaklobby gegen diesen Antrag zeigt sichtbar, dass die Angst da ist, dass mit diesem Antrag, wenn er eine Mehrheit findet, eine Absatzeinbusse folgen würde. Anscheinend ist die Gewissheit, mit einer guten Verpackung mehr Menschen für das Rauchen zu motivieren, sehr klar vorhanden und die Angst gross, mit dem Einheitspaket weniger mögliche Konsumentinnen und Konsumenten anzusprechen. Also ist es sehr klar, dass die Verpackung eine grosse Wirkung auf die Animation zum Rauchen hat.
Es gibt bereits acht Länder, die einen entsprechenden Vorstoss umgesetzt haben, und sie haben, wie es zu erwarten war, auch eine positive Wirkung auf den Einstieg. Es gibt beim Tabak klar weniger Neueinsteigende in denjenigen Ländern, die bezüglich Verpackungen gewechselt haben und neu nur noch ein Einheitspaket haben.
Im Sinne des weniger grossen Einstiegs, im Sinne des Schutzes der Gesundheit bitten wir Sie, den Minderheitsantrag zu unterstützen.