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Rüegger Monika · Nationalrat · 2021-03-10

Rüegger Monika · Nationalrat · Obwalden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-03-10

Wortprotokoll

Die Initiative fordert ein bedingungsloses Verbot von Tierversuchen und ein Verbot der Forschung am Menschen. Weiter soll der Import von Produkten wie Medikamenten oder Pflanzenschutzmitteln verboten werden, die ganz oder teilweise mit Tierversuchen entwickelt wurden.

Wichtig ist zu wissen: In der Schweiz werden seit vielen Jahren gute Alternativen zu Tierversuchen gefördert, um Tierversuche möglichst zu verhindern und um die Tiere zu schonen. Trotzdem ist die Medizin auf die Grundlagenforschung und auf das Erproben an Tieren angewiesen. Bevor ein Medikament an den Mann oder an die Frau kommen kann, muss es erprobt werden, sonst wird der Mensch zum Versuchskaninchen.

Ein Importstopp von Medikamenten, die mit Tierversuchen entwickelt und erforscht werden: Was heisst das eigentlich in der Praxis? Ihre Partnerin oder die Mutter Ihrer Kinder hat eine seltene Art Blutkrebs. Diese Krankheit muss heute kein Todesurteil sein. Mit dieser Initiative hingegen kann sie eines werden. Denn ihr Pech ist es, in der Schweiz zu wohnen, wo sie nicht das Medikament bekommt, das ihr das Leben retten kann, weil es im Ausland mit Tier- oder Menschenversuchen erforscht wurde.

Solche Todesurteile haben die Initianten oder die Initiative dann auch zu verantworten. Diese Initiative ist ein medizinischer Rückschritt und fördert einzig und allein den Medizintourismus ins Ausland - für die, die es sich dann leisten können.

Die Initiative wie der Gegenentwurf sind klar abzulehnen.