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Huber Alois · Nationalrat · 2021-06-16

Huber Alois · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-06-16

Wortprotokoll

Zugegeben, auf den ersten Blick sieht es gut aus, dieses Postulat. Aber eine Minderheit der Kommission ist der Meinung, dass ein Bericht, wie er mit dem Postulat gefordert wird, nicht nötig ist. Folgende Gründe sprechen für eine Ablehnung des Postulates:

Es bestehen heute schon viele Möglichkeiten, sich über eine gesunde Ernährung zu informieren. Wenn Sie sich zum Beispiel über Google zur Ernährung schlaumachen wollen, stellen Sie fest, wie umfangreich und ausführlich über gesunde und nachhaltige Ernährung aufgeklärt wird. Auch werden über das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, kantonale Ernährungsprogramme, zahlreiche Stiftungen und selbst Gemeinden Informationen zu gesunder Ernährung in allen Altersgruppen angeboten und erklärt. Einmal mehr kann man sagen: Alles ist mehrfach vorhanden, und dies sehr ausführlich, Dokumente sind vorhanden, es fehlt jedoch, wie so oft, an der Umsetzung seitens der Bevölkerung. Es kann noch so viel von Bund, Kantonen, Gemeinden und Stiftungen unternommen werden - es bringt nichts, solange es die Konsumenten nicht umsetzen und sich auch nicht informieren. Hier wird einmal mehr mit einem Postulat gefordert, etwas zu bestimmen, zu erklären oder zu schaffen, was schon längst vorhanden ist und eigentlich gar nichts bringt und viel kostet.

Ich gebe Ihnen noch ein Beispiel: In der Schule könnte man eigentlich sehr vieles über die Ernährung beibringen. Der Lehrplan 21 hat aber eigentlich alles gestrichen, was man den Kindern beibringen könnte. Zuerst streichen wir also etwas, und dann kommen wir mit einem Postulat, welches wieder viel Arbeit verursacht und mit dem wir Informationen verlangen, die wir eigentlich schon längstens haben. Der Bundesrat hat zudem ja bekannt gegeben, dass man bereits an der Ausführung arbeite, damit die Koordination besser werde.

Aus diesen Gründen bitte ich Sie, das Postulat abzulehnen.