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preparatory:AB 289165

Kuprecht Alex · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-09-27

Wortprotokoll

Heute vor zwanzig Jahren wurden im Zuger Kantonsparlament vierzehn Regierungs- und Parlamentsmitglieder durch einen Attentäter ermordet. Viele wurden schwer verletzt und leiden noch heute psychisch wie auch physisch unter den Folgen dieser schrecklichen Tat. Es war eine Tat, die das ganze Land erschütterte: Gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter wurden in Ausübung ihres Amtes Opfer eines unfassbaren Verbrechens. Es war primär ein Anschlag auf vierzehn Angehörige des Zuger Kantonsparlamentes und der Zuger Regierung, es war aber indirekt auch ein Anschlag auf unser Land, unsere demokratischen Institutionen und ihre gewählten Vertreterinnen und Vertreter, und es war ein Anschlag auf unser Selbstverständnis. Gewalt, Hass, Drohungen und Angst sind Gift für eine demokratische Gesellschaft und für unser tägliches Zusammenleben. Das galt damals, und es gilt heute.

Unser Respekt und unsere Gedanken gehören heute den Opfern von damals, ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden, ihren damaligen Ratskolleginnen und Ratskollegen, von denen heute zwei dem Ständerat und zwei dem Nationalrat angehören.[GZ]

Wir gedenken den Verstorbenen: [GZ]

- Herrn Peter Bossard, Regierungsrat und Statthalter;

- Herrn Jean-Paul Flachsmann, Regierungsrat;

- Frau Monika Hutter, Regierungsrätin;

- Herrn Herbert Arnet, Kantonsratspräsident;

- Herrn Martin Döbeli, Kantonsrat;

- Herrn Karl Gretener, Kantonsrat;

- Herrn Heinz Grüter, Kantonsrat;

- Herrn Konrad Häusler, Kantonsrat;

- Frau Dorly Heimgartner, Kantonsrätin;

- Herrn Erich Iten, Kantonsrat;

- Herrn Kurt Nussbaumer, Kantonsrat;

- Herrn Rolf Nussbaumer, Kantonsrat;

- Frau Käthi Langenegger, Kantonsrätin;

- Herrn Willi Wismer, Kantonsrat.

Wir denken auch an ihre Angehörigen, die damals so urplötzlich ihren Liebsten oder ihre Liebste für immer verloren haben. Schliesslich denken wir auch an die Überlebenden, von denen, ich habe es bereits erwähnt, viele bis heute an schweren Folgen leiden, mit denen sie umgehen müssen. Was damals geschah, erinnert daran, wie wertvoll, aber gleichzeitig auch verwundbar unsere friedliche und demokratische Form des Zusammenlebens ist.

Ich bitte Sie, sich zu einem Moment der Stille und des Gedenkens zu erheben.