AB 295041
Wasserfallen Christian · Nationalrat · Bern · FDP-Liberale Fraktion · 2021-12-16
Wortprotokoll
En tant que remplaçant de M. Kutter, j'ai le plaisir de défendre la position de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture en français et en allemand, et j'espère que j'accomplirai cette tâche de manière satisfaisante. Peut-être que j'aurai besoin de quelques minutes de plus que les cinq minutes prévues; j'en suis d'avance vraiment désolé!
Le 18 mars 2021, la conseillère nationale Nadine Masshardt a déposé l'initiative parlementaire 21.429, "L'éducation à la citoyenneté est une prestation d'intérêt public".
L'initiative vise une modification de la loi fédérale sur la formation professionnelle. Son objectif est que les mesures visant à encourager l'éducation à la citoyenneté soient désormais considérées comme des prestations particulières d'intérêt public au sens de l'article 55 de la loi.
Nach geltendem Recht sind Beiträge an Leistungen im öffentlichen Interesse möglich, sofern diese im Berufsbildungsgesetz - und darauf stützt sich die parlamentarische Initiative - festgehalten sind oder durch den Bundesrat definiert werden. Neu soll gemäss der parlamentarischen Initiative die politische Bildung in das Berufsbildungsgesetz aufgenommen werden.
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur hat sich in den vergangenen Jahren wiederholt mit der Förderung der politischen Bildung befasst. Ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass dieses Anliegen breit verankert ist. Denn wir alle in diesem Saal hier wollen erreichen, dass viele junge Menschen ihre demokratischen Rechte wahrnehmen und sich einbringen. Das ist für das Funktionieren der Demokratie grundlegend, da haben wir überhaupt keinen Dissens. Vieles ist jedoch schon auf der heutigen rechtlichen Basis möglich:
Erstens, und das ist grundlegend: Politische Bildung ist Pflichtstoff, politische Bildung ist durch den Rahmenlehrplan für den allgemeinbildenden Unterricht, den sogenannten ABU, sichergestellt. Die Umsetzung gehört zum Grundauftrag der kantonalen Berufsfachschulen.
Zweitens: Die Umsetzung des Unterrichts ist mehrfach untersucht worden. Gemäss SBFI zeigen die Berichte, dass es im Staatskundeunterricht auf Sekundarstufe II keine grundlegenden Defizite gibt. Das wurde entsprechend auch in der Kommission so ausgeführt. Trotzdem wurden zusätzliche Massnahmen ergriffen wie die Verankerung in den bildungspolitischen Zielen von Bund und Kantonen.
Drittens kann der Bund bereits heute in Ergänzung zum normalen Unterricht Projekte im Bereich politische Bildung fördern, gestützt auf Artikel 54 des Berufsbildungsgesetzes. Die parlamentarische Initiative, die eine Ergänzung von Artikel 55 verlangt, ist gemäss SBFI und dessen Argumentation in der Kommission nicht notwendig.
L'initiative a été discutée au sein de la CSEC-N le 4 novembre 2021. Nous avons pu constater que beaucoup de choses sont déjà faites dans ce domaine important, et que beaucoup de choses sont possibles avec la loi actuelle.
Weitere Massnahmen sind auch geplant. Es geht da nicht nur um das geltende Recht, sondern es gibt auch weitere Massnahmen bei Bund und Kantonen. In Kürze wird ein aktualisierter Bericht zum Postulat Caroni 16.4095, "Eine umfassende Strategie für die politische Bildung in der Schweiz", erscheinen. Der Bund will die Rahmenlehrpläne und die Bildungspläne überarbeiten und so den Unterricht verbessern. Man will Lehrpersonen noch stärker für politische Bildung sensibilisieren, und es ist ein Referenzdokument für künftige Arbeiten zur politischen Bildung in Arbeit.
La majorité de la CSEC-N est donc parvenue à la conclusion suivante: oui, la formation politique est incontestablement très importante, oui, il y a des lacunes et celles-ci doivent être comblées, mais il n'est pas nécessaire d'agir au niveau législatif.
La minorité suit en revanche les arguments de l'auteure de l'initiative. Elle souligne le grand besoin de formation politique, en particulier chez les élèves des écoles professionnelles.
Par 13 voix contre 12, soit une majorité très serrée, votre commission vous propose de ne pas donner suite à l'initiative parlementaire.