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Cassis Ignazio · Bundesrat · 2022-06-13

Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2022-06-13

Wortprotokoll

Le Conseil fédéral partage la préoccupation selon laquelle la guerre en Ukraine nécessite des moyens supplémentaires pour l'aide humanitaire. En raison de la situation dramatique, le Conseil fédéral a décidé, à mi-mars de cette année, d'augmenter l'aide humanitaire à 80 millions de francs. Le Département fédéral des affaires étrangères contribue à cette augmentation à hauteur de 21 millions de francs sur des crédits existants, le Département fédéral de justice et police y participe à hauteur de 6 millions. Les 53 millions de francs restants ont été soumis à votre approbation dans le cadre du supplément Ib au budget 2022.

Die Schweiz übernimmt in der internationalen Zusammenarbeit in der Ukraine eine Dreifachrolle: eine erste als Akteurin zur Umsetzung von eigenen Projekten, eine zweite als Geberin zur finanziellen Unterstützung von Partnerorganisationen, eine dritte als Anwältin zur Einhaltung des humanitären Völkerrechtes. Die Schweiz hat bis jetzt rund 70 Spezialisten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe entsandt und über 5300 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine und in die Nachbarländer geliefert. Der Bundesrat prüft fortlaufend, wie die Schweiz zur Verbesserung der Lage beitragen kann. Seit dem 20. Mai ist die Botschaft in Kiew wieder offen, mit dem humanitären Büro in Lwiw als Aussenstelle. Aktuell sind etwa 15,7 Millionen Menschen in der Ukraine auf Nothilfe angewiesen, schätzungsweise 8 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Zusätzlich suchen gemäss UNO-Flüchtlingswerk UNHCR bereits über 6,3 Millionen Flüchtlinge Schutz in den Nachbarländern - 6,3 Millionen!

Der Finanzierungsbedarf für die Ukraine und die Nachbarstaaten wird von internationalen Organisationen bis August dieses Jahres auf 4 Milliarden US-Dollar beziffert. Gleichzeitig verschärft der Krieg in der Ukraine die humanitäre Notlage der Bevölkerung in Regionen, die bereits vorher unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gelitten haben. Diese Kumulation akuter Krisen beansprucht die Nothilfegelder der Schweiz stark. Sie haben den Nachtrag über die zusätzlichen Mittel für die Ukraine bereits am 30. Mai genehmigt.

Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.